US-Streamingdienst Netflix führt Impfpflicht am Set ein

Der Streaminganbieter Netflix verhängt strikte Corona-Schutzmaßnahmen für eigene Produktionen: Darstellende und Crews dürfen in Zukunft nicht mehr ungeimpft ans Set. Die Regel gilt zunächst nur in den USA.
Netflix-Gebäude in Hollywood: Ausnahmen von der Impfpflicht sind nur aus medizinischen und religiösen Gründen zugelassen

Netflix-Gebäude in Hollywood: Ausnahmen von der Impfpflicht sind nur aus medizinischen und religiösen Gründen zugelassen

Foto: Lucy Nicholson / REUTERS

Netflix will laut US-Medienberichten seine Set-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen zur Impfung gegen Covid-19 verpflichten. Nach Informationen der Branchenplattform Deadline  gilt die Pflicht zunächst nur für Produktionen in den USA. Gegenüber dem Mediennetzwerk »The Verge«  bestätigte der Streamingdienstleister die Pläne. Netflix folgt damit einer Vereinbarung, die Hollywood-Gewerkschaften in der vergangenen Woche mit den Studios trafen: Bei Filmproduktionen können demnach Impfungen teilweise verbindlich gemacht werden – zumindest für Mitarbeitende der sogenannten »Zone A«. Gemeint sind damit alle Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Personen, die eng mit ihnen am Set zusammenarbeiten.

Für einzelne Produktionen wie die Watergate-Serie »Gaslit« wurde die Impfpflicht bereits eingeführt. Nach Informationen der Branchenplattform »Deadline« will der Streaminganbieter Ausnahmen nur in seltenen Fällen zulassen: aus medizinischen, religiösen oder altersbedingten Gründen. Außerdem für einige Serien und Filme, die bereits in Produktion sind.

Die Entscheidung von Netflix fällt in eine vierte Coronawelle in den USA. Inzwischen nimmt die Zahl der täglichen Neuinfektionen dort wieder zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei über 130.

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