EU-Regulierung für Streamingdienste Bundesliga muss auch im Ausland gezeigt werden

Abonnenten von kostenpflichtigen Streamingdiensten wie Netflix, Amazon oder iTunes dürfen aufatmen. Sie können dank einer neuen EU-Verordnung ihre Abos künftig auch im EU-Ausland nutzen.

Fernsehen über das Internet
Felix Knoke

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Abonnenten von kostenpflichtigen Streamingdiensten wie Netflix, Amazon oder iTunes werden bald auch im EU-Ausland auf die gewohnten Inhalte zugreifen können. Das gilt ebenfalls für das Sportangebot von Sky Go. In Zukunft können die Kunden den Bundesligaspieltag also auch im Urlaub verfolgen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 20/2017
Emmanuel Macron rettet Europa ... und Deutschland soll zahlen

Am Donnerstag will das Europäische Parlament die sogenannte Portabilitätsverordnung für Streamingdienste beschließen, die für alle kostenpflichtigen Streamingdienste innerhalb der EU gilt. Danach darf die vorübergehende Nutzung der Dienste im Ausland nichts zusätzlich kosten und muss ähnlich funktionieren wie im Inland. Das sogenannte Geoblocking, das den Zugriff bisher verhinderte, soll nach dem Willen der EU verboten werden.

Es ist der erste Sieg für Andrus Ansip, den für den Digitalen Binnenmarkt zuständigen Vizepräsidenten der EU-Kommission. Zunächst hatten Marktteilnehmer wie die großen Hollywoodstudios die Verordnung massiv bekämpft, weil sie ihre Inhalte weiterhin auf jedem einzelnen nationalen Markt verkaufen wollten. Am Mittwoch soll es im Europäischen Parlament in Straßburg noch eine Aussprache zu dem Thema geben, am Donnerstag soll die Verordnung endgültig verabschiedet werden. "Da wird nicht mehr viel anbrennen", sagt der EU-Abgeordnete Tiemo Wölken (SPD). Voraussichtlich wird die Verordnung Anfang 2018 in Kraft treten. Sie gilt allerdings nur für kostenpflichtige Abonnements. Die Mediatheken der Fernsehanstalten sind bisher noch ausgenommen.

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