Neue Shows bei ARD und ProSieben Kai, Klaas und Joko im Quotenglück

Aufatmen bei der ARD und ProSieben: Im Ersten erzielte Kai Pflaume mit seiner Samstagabendshow "Klein gegen Groß" gute Quoten, bei ProSieben räumten Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt mit "17 Meter" in der jungen Zielgruppe ab.

Joko Winterscheidt (links) und Klaas Heufer-Umlauf (rechts) präsentieren "17 Meter"
ProSieben

Joko Winterscheidt (links) und Klaas Heufer-Umlauf (rechts) präsentieren "17 Meter"


Hamburg - Gleich zwei TV-Premieren gab es dieses Wochenende zu feiern: In der ARD präsentierte der Moderatorenveteran Kai Pflaume mit "Klein gegen Groß" seine neue Samstagabendshow. Für ProSieben rückten die ehemaligen MTV-Kasper Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt mit dem Spielespektakel "17 Meter" in eine ähnliche Position: Zwei große Sender versuchen auf ihrem Samstag-Primetime-Sendeplatz neue Gesichter zu etablieren - programmstrategisch war das eine große Sache.

Nun können sowohl die Verantwortlichen von ARD als auch die von ProSieben aufatmen: Beide neuen Formate haben ihr Publikum gefunden. Kai Pflaumes TV-Wettbewerb "Klein gegen Groß", bei dem Kinder im Duell mit prominenten Erwachsenen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, schalteten mehr als solide 6,13 Millionen Zuschauer (23,8 Prozent Marktanteil) ein.

Bei der begehrten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der ARD-Marktanteil allerdings nur bei 12,9 Prozent. Und das hatte wohl vor allem mit den ewig pubertierenden Entertainern Klaas und Joko zu tun, die zuvor bei MTV mit Spielchen wie "Porno Ping Pong" Kultstatus erlangten und nun zur besten Sendezeit einen stattlichen Marktanteil von 15,7 Prozent (1,49 Millionen Gucker) erzielten. Insgesamt wollten ihr neues Baby 2,07 Millionen Menschen (7,9 Prozent Marktanteil) sehen.

Die beiden neuen Shows haben auch deshalb eine zentrale Bedeutung für die Sender, weil sich an ihnen zeigt, ob die Stammkundschaft neue Gesichter akzeptiert: Die ARD ist ja seit dem Weggang Jörg Pilawas chronisch unterbesetzt in Sachen familientauglicher Alles-Moderierer; jetzt stellte sich heraus, dass der bei SAT.1 zum Schluss etwas unterbeschäftigte Kai Pflaume ("Nur die Liebe zählt") beim neuen Arbeitgeber ARD durchaus noch für größere Aufgaben taugt.

Und ProSieben muss sich jedes Jahr im Sommer fragen, wer denn für den pausierenden Stefan Raab und seinen oft fünfstündigen Straßenfeger "Schlag den Raab" in die Bresche springt. Mit den hervorragenden Quoten und pubertären Zoten im Rücken beweisen Joko und Klaas, dass sie den ProSieben-Multitasker würdig vertreten können.

cbu



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