Olympische Spiele ARD und ZDF gewinnen TV-Rechte-Poker

Aufatmen bei den Öffentlich-Rechtlichen: ARD und ZDF werden auch die Olympischen Spiele 2014 und 2016 zeigen. In harten Verhandlungen mit dem IOC konnten die Sender verhindern, dass die Übertragungsrechte ans Pay-TV gehen. Über die genauen Kosten ist noch nichts bekannt.

Winterspiele 2014 im russischen Sotschi: ARD und ZDF übertragen
REUTERS

Winterspiele 2014 im russischen Sotschi: ARD und ZDF übertragen


Hamburg - Zum Schluss haben sich doch ARD und ZDF durchgesetzt: Die Olympischen Spiele werden auch 2014 und 2016 bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern zu sehen sein. Das Erste und das Zweite sicherten sich am Montag die audiovisuellen Medienrechte an den Winterspielen in Sotschi und den Sommerspielen in Rio de Janeiro. Die Einigung mit dem Internationalen Olympischen Komitee erfolgte nach langen Verhandlungen. Zwischenzeitlich hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) sogar damit gedroht, die Rechte ans Pay-TV zu verkaufen.

"Ich bin sehr froh darüber, dass die Olympischen Spiele auch weiterhin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein werden", sagte die ARD-Vorsitzende Monika Piel in einer Mitteilung. "Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf eine Berichterstattung auf höchstem inhaltlichem und technischem Niveau freuen."

ARD und ZDF haben die Rechte erstmals direkt vom IOC erworben, nachdem sie bislang Gegenstand von Verträgen zwischen der European Broadcasting Union (EBU) und dem IOC waren. Das IOC hatte 2008 seine langjährige Partnerschaft mit der EBU beendet. Anschließend waren die Olympia-Rechte in Deutschland in einer Ausschreibung angeboten worden. Die jetzt zustande gekommene Vereinbarung wurde von SportA, der Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, mit dem IOC ausgehandelt. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der bei den Rundfunkanstalten jeweils zuständigen Gremien. Über die Kosten machten ARD und ZDF keine Angaben.

hpi/dpa/sid



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