Neuer Streamingdienst Paramount+ kündigt Deutschlandstart für Dezember an

Auf dem umkämpften TV-Streamingmarkt wird es noch etwas enger: Der US-Medienriese Paramount bringt sein Angebot bis Ende des Jahres auch nach Deutschland. Im Programm sollen auch deutsche Eigenproduktionen sein.
Zwei Hackerinnen für den Deutschlandstart: Paramount+ will ab Dezember auch mit lokalen Produktion wie »A Thin Line« Kunden werben

Zwei Hackerinnen für den Deutschlandstart: Paramount+ will ab Dezember auch mit lokalen Produktion wie »A Thin Line« Kunden werben

Foto: dpa

Mit Paramount+ bekommt der deutschsprachige Streamingmarkt Ende 2022 einen weiteren großen Player. Die Tochter des US-Unternehmens Paramount produziert mehrere eigene Serien für das hiesige Publikum, wie der Streamingdienst am Montag mitteilte.

Der Cyberthriller »A Thin Line« zum Beispiel dreht sich um die Zwillingsschwestern Anna (Saskia Rosendahl) und Benni (Hanna Hilsdorf), die als Hackerinnen alles daran setzen, Umweltverbrechen aufzudecken. Als sie einen Regierungsserver knacken, wird die introvertierte Programmiererin Anna verhaftet, während die charismatische und manipulative Benni im Untergrund verschwindet. Serienschöpfer sind Jakob und Jonas Weydemann (»Systemsprenger«).

Paramount+ ist eine Tochter des Medienriesen Paramount, der in Deutschland schon die Sender Nick, MTV und Comedy Central betreibt. Den Streamingdienst gibt es bisher etwa in den USA, in Kanada, in Australien und von Mittwoch an auch in Großbritannien. Für die Werbekampagne zum britischen Start hat man die Schauspielerin Uma Thurman verpflichtet. Außerhalb der Vereinigten Staaten bietet Paramount+ fast 9000 Stunden Inhalte – von Kindersendungen über Realityshows, Kinofilme und Eigenproduktionen bis hin zu Serien, Dramen und Sitcoms von CBS und Showtime. Als Highlights nennt der Dienst »Scream«, »Star Trek: Strange New Worlds«, »PAW Patrol« und »The First Lady«.

Der neue Dienst wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab Dezember online und über die App Paramount+ verfügbar sein. Als großes internationales Serienprojekt hat Paramount+ die Simon-Beckett-Verfilmung »Die Chemie des Todes« in der Mache. Mit dabei in dem sechsteiligen Thriller sind Harry Treadaway (»Penny Dreadful«) und Katie Leung (»The Wheel of Time«). Insgesamt sollen bis 2025 150 internationale Originalformate in Produktion gehen. Zuletzt war nach enttäuschenden Zahlen bei Netflix schon über ein Ende des Streaming-Produktionsbooms spekuliert worden.

In Deutschland kämpfen bisher unter anderem schon Sky, Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Apple TV+ um die Gunst der Kunden. Paramount+ hatte bereits im März die Serie »Anywhere« von Drehbuchschreiberin Jana Burbach (»Bad Banks«) angekündigt. Ein weiteres lokales Projekt des Streamingdienstes ist »Der Scheich«, eine auf wahren Begebenheiten beruhende, achtteilige Serie um einen Trickbetrüger, hinter der Regisseur und Autor Dani Levy (»Alles auf Zucker!«) steckt.

feb/dpa

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