Urgestein der Stand-up-Comedy Thomas Hermanns hört als Moderator des »Quatsch Comedy Clubs« auf

Seit drei Jahrzehnten bringen Thomas Hermanns und seine Gäste im »Quatsch Comedy Club« Menschen zum Lachen – doch für den Moderator ist nun Schluss. Zukünftig arbeitet Hermanns hinter den Kulissen.
Thomas Hermanns im Jahr 2020

Thomas Hermanns im Jahr 2020

Foto: Jens Kalaene / dpa

Seit 30 Jahren bietet der »Quatsch Comedy Club« Stand-up-Shows für Gäste vor Ort und vor dem Fernseher – nun verabschiedet sich Thomas Hermanns als Moderator und wechselt hinter die Kulissen. »Ich werde mich von der Bühne verabschieden, in den Control-Room gehen und mich verstärkt den Aufgaben als Produzent und Intendant der Live-Clubs und auch neuen Themen widmen«, erklärte Hermanns in einer Mitteilung.

Hermanns bliebe dem Format als »Impresario, Intendant und Mutter der Comedy erhalten«, schrieb eine Sprecherin der Show auf SPIEGEL-Anfrage. Es sei »an der Zeit, dem Nachwuchs das Mikrofon in die Hand zu reichen«, heißt es in der Mitteilung. Weitere Details nannte Hermanns nicht.

Die Jubiläumsshow soll demnach am 12. Dezember in Berlin aufgezeichnet und später bei ProSieben ausgestrahlt werden. Zu Gast sein werden Komiker wie Chris Tall, Atze Schröder, Tahnee und Oliver Pocher.

Hermanns importierte das Konzept aus den USA

Hermanns, der im kommenden Frühjahr 60 Jahre alt wird, importierte das Konzept einer Stand-up-Bühnenshow vor 30 Jahren aus den USA und begann damit in Hamburg und später in Berlin. Mit dem Format ermöglichte Hermanns es »der Stand-Up Comedy in Deutschland Fuß zu fassen«, heißt es in der Mitteilung. Mittlerweile gibt es Spielstätten auch in München, Stuttgart und Mönchengladbach.

In den Shows, die später auch im Fernsehen ausgestrahlt wurden, hatten viele bekannte Komiker und Komikerinnen ihre ersten Auftritte, darunter Carolin Kebekus, Dieter Nuhr und Ilka Bessin.

kko/dpa
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