Rücktritt nach 13 Jahren RBB-Intendantin Dagmar Reim will aufhören

Sie war die erste Frau an der Spitze einer ARD-Sendeanstalt: Dagmar Reim hat den RBB einst aufgebaut, nun kündigte sie nach 13 Jahren als Senderchefin ihren Rücktritt an.
Nach 13 Jahren an der Senderspitze kündigt Dagmar Reim den Rückzug an

Nach 13 Jahren an der Senderspitze kündigt Dagmar Reim den Rückzug an

Foto: Jens Kalaene/ dpa

Die Gründungsintendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Dagmar Reim, beendet ihre dritte Amtszeit vorzeitig. Reim, 64, scheidet aus privaten Gründen Ende Juni 2016 aus - eigentlich hätte ihre Amtsperiode noch zwei weitere Jahre betragen.

Die Intendantin möchte sich zukünftig mehr ihrer Familie widmen, wie sie gegenüber der dpa erklärte. Es sei zwar wunderbar, an der Spitze eines kreativen Teams zu stehen, dennoch gelte der Bibelsatz aus dem Buch der Prediger: "Ein Jegliches hat seine Zeit".

Die RBB-Chefin wurde 2003 die erste Frau an der Spitze eines ARD-Senders. Als zweite weibliche Intendantin kam 2007 Monika Piel (WDR) hinzu, die allerdings im Jahr 2013 zurücktrat. Momentan wird noch der MDR von einer Frau geführt: Karola Wille wird im kommenden Jahr auch turnusgemäß den ARD-Vorsitz übernehmen.

Der Rundfunkrat bedauerte die Entscheidung Reims. Die Aufbauleistung der Zweiländeranstalt RBB sei untrennbar mit ihrem Namen verbunden. Mit ihrem Amtsantritt im Jahr 2003 begann die Geschichte des RBB, der damals aus der Fusion des Sender Freies Berlin (SFB) mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) entstand.

cri/dpa
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