RTL-Show Ex-Weggefährten lästern über Dschungelcamper Langhans

Rainer Langhans will Dschungelkönig werden - und seine ehemaligen Weggefährten finden das ziemlich peinlich. Im SPIEGEL sagen sie, er verkaufe sich "wie eine alte Prostituierte" und habe jetzt endlich die Medienaufmerksamkeit, die er sich so verzweifelt gewünscht habe.

DPA

Hamburg - Kommenden Freitag will der Alt-Kommunarde Rainer Langhans, 70, ins Dschungelcamp von RTL einziehen. Weggefährten aus Apo-Zeiten äußern sich jetzt im SPIEGEL wenig schmeichelhaft über seinen Einsatz in der Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!".

Bernd Rabehl, seinerzeit engagiert im Sozialistischen Deutschen Studentenbund, heute Anhänger rechten Gedankenguts, sagt: "Die Kommune hat die Medien vorgeführt. Jetzt führen die Medien Langhans vor. Er jagt seinem eigenen Schatten hinterher, muss sich verkaufen wie eine alte Prostituierte."

Zu Langhans' Äußerung, das Dschungelcamp sei "die Urzelle der Kommune", sagt Bommi Baumann, ehemals Mitglied der Bewegung 2. Juni, das sei Schwachsinn. "Damals ging es um eine Idee, heute geht es nur um Rainer Langhans", sagt er.

Uschi Obermaier sei Langhans' Auftritt dagegen "ziemlich wurscht", sagt sie. "Jetzt hat er endlich die Medienaufmerksamkeit, die er sich die ganze Zeit so verzweifelt gewünscht hat". Sie und Langhans waren während der Zeit in der Kommune 1 liiert.

Seine Bedingung: Keine Tiere essen oder quälen

RTL hat Langhans schon zum zweiten Mal gefragt, ob er nicht ins Dschungelcamp einziehen möchte. "Ich habe schon beim ersten Mal gesagt, dass ich das machen würde - aber nur unter der Bedingung, dass keine Tiere gequält oder gegessen werden", sagte er. Damals habe es geheißen, dass man für ihn nicht die Regeln ändern kann.

Abgesehen von Tierquälerei und Tierverzehr schließt er aber nichts aus. "Das andere sind ja so übliche Gruppenspielchen, die haben wir damals auch gemacht, die haben ja alle nur den einen Zweck, Menschen miteinander zu konfrontieren und herauszufinden, wie sie miteinander umgehen, wenn sie körperlichen Anstrengungen oder Ekel ausgesetzt sind", sagte Langhans.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" geht inzwischen in die fünfte Runde. Im ersten Jahr, 2004, verließ Costa Cordalis als Dschungelkönig das Camp. Es folgten Désirée Nick, der Popstars-Sieger Ross Antony und Ingrid van Bergens. Semi-Promis wie Daniel Küblböck, Susan Stahnke, Nadja Abd el Farrag und Dolly Buster versuchten ihr Glück - und scheiterten.

Im Laufe der Woche verkündet RTL offiziell, welche zehn mehr oder weniger bekannten Stars in diesem Jahr ins Dschungelcamp einziehen werden.

fln



insgesamt 147 Beiträge
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Seite 1
raka, 09.01.2011
1. .
---Zitat von SPON--- (...)Semi-Promis (...) versuchten ihr Glück - und scheiterten. ---Zitatende--- Langhans ist bestenfalls ein Quarter-Promi, wenn ich das mal so formulieren darf, ein Gespenst aus längst vergangener Zeit. Peinlich? Und wie!
LeisureSuitLenny 09.01.2011
2. Nachrichten tief in der Belanglosigkeit
Sowas trübt das sonst ganz brauchbare Bild der SPON Nachrichten Seite doch erheblich. Unsägliche Medien Formate wie dieses Dschungelcamp zerbröseln nnur deswegen nicht in der Sekunde der Idee zu Staub, weil Medien wie diese ihm Aufmerksamkeit schenken. Bitte macht nicht mit bei der Volksverdummung.
axelspringer 09.01.2011
3. Die Blonden..
...und uns ist das auch wurscht....sagt ja selbst die alte daniela katzenberger.... wo sie recht haben haben sie recht
plasmopompas 09.01.2011
4. ...
Jeder hat das Recht einen Narren aus sich zu machen.
Glasperlenspiel, 09.01.2011
5. Weg durch die Institutionen
Wenn man sich ansieht, wie der Fischer heute Geld macht, ist der Langhans mir richtig sympathisch. Aber das werden die einstigen "Weggefährten" nach ihrem Marsch durch die Institutionen nie verstehen.
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