Öffentlich-rechtliche Sender Rundfunkgebühren könnten kräftig steigen

Eigentlich wird gerade über eine Senkung des Rundfunkbeitrags diskutiert. Nun sagen Experten voraus, dass der Betrag in fünf Jahren auf mehr als 19 Euro monatlich steigen könnte.

Ein Überweisungsschein für Rundfunkgebühren
DPA

Ein Überweisungsschein für Rundfunkgebühren


ARD, ZDF und Deutschlandradio werden möglicherweise in fünf Jahren wegen zusätzlicher Kosten spürbar teurer. Nach internen Berechnungen könnte der Rundfunkbeitrag ab 2021 auf mehr als 19 Euro im Monat steigen, wenn keine Strukturreformen vorgenommen werden sollten, hieß es aus Expertenkreisen.

Die Berechnung war Thema bei einer Konferenz der Expertenkommission KEF und von Ländervertretern. Derzeit muss ein Haushalt 17,50 Euro im Monat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte den Rundfunkbeitrag in einem Urteil Mitte März für rechtmäßig erklärt. Der Fachdienst Medienkorrespondenz hatte über eine Steigerung auf über 19 Euro berichtet.

Die KEF schlägt in ihrem neuen Bericht angesichts von Mehreinnahmen eine Senkung um 29 Cent im Monat ab dem nächsten Jahr vor. Der Bericht wird am 13. April in Mainz vorgestellt. Die Länder wollen den Rundfunkbeitrag nach Angaben des Landes Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren allerdings mindestens stabil halten. Deshalb stehen einige Länder einer Senkung des Beitrags kritisch gegenüber. Die Ministerpräsidenten wollen im Sommer darüber entscheiden.

Der Beitrag bringt mehr Geld ein als ursprünglich erwartet. So wurden nach einem Datenabgleich diejenigen, die noch nicht gezahlt hatten, nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Sender automatisch angemeldet.

brt/dpa



insgesamt 417 Beiträge
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awes 31.03.2016
1. Bbc
... produziert mit wesentlich weniger "Steuer" Einnahmen um Klassen bessere Filme und Dokumentationen. Ich will diesen Mist a la Uta Danella auf ARD und ZDF nicht mittragen.
Justin Kaiz 31.03.2016
2. Vertragsfreiheit
Bei diesen Mediengebühren komme ich mir immer etwas komisch vor, weil eigentlich in Deutschland Vertragsfreiheit gilt, meiner Ansicht nach eine wertvolle Komponente der freiheitlichen Lebensführung. Vertragsfreiheit kann man zwar einschränken, wie bei Müllgebühren z.B. oder der gesetzlichen Krankenversicherung, aber für Fernsehen trotz seiner untergeordneten Wichtigkeit... Die Frage sollte man mal vor Gericht klären lassen.
dontlikespam 31.03.2016
3. Ein ör Rundfunk mit dem Etat
der so groß ist wie der Staatshaushalt von kleinen Ländern. Da kann man nur noch mit dem Kopf Schütteln. Ich bin für den ÖR, weil es sonst viele Kulturelle und Informative Angebote einfach nicht geben würde da sie keinen 'Gewinn abwerfen' und das Qualitätsniveau völlig den Bach runter geht. Aber bei den Milliarden Summen wäre eine konsolidierung des Angebotes angebracht.
juchtenkäfer 31.03.2016
4. Ich hätte keine Probleme
mit höheren Rundfunkgebühren, wenn die öffentlich-rechtliche Sender ihrem Auftrag nachkommen würden und sich nicht nur als Sprachrohr der sogenannten "Volksparteien" verstehen würden.
athanasia 31.03.2016
5.
Diese Zwangsabgabe ist eine Unverschämtheit und gehört abgeschafft anstatt erhöht. Das Staatsfernsehen kann dann noch Nachrichten und Parteiwerbung senden, bezahlt aus Steuergeldern. Alles was man sonst schauen möchte, über private Sender oder Bezahlfernsehn in Form von Sky, Amazon Prime, Netflix etc. Da kam man schauen was man möchte und hat am Ende deutlich mehr für sein Geld.
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