Schlechte Quoten bei Sat.1 Geschäftsführer schmeißt hin

Viel gewagt, wenig gewonnen: Nach einem miesen Start in die Herbstsaison räumt Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow seinen Posten. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Nicolas Paalzow: Nur noch bis zum 15. Oktober Geschäftsführer von Sat.1
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Nicolas Paalzow: Nur noch bis zum 15. Oktober Geschäftsführer von Sat.1


Gerade am Vorabend hätte der Sender viel Neues gewagt, sagte Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow, "leider haben wir damit nicht den Nerv der Zuschauer getroffen". Insbesondere der Start in die Herbst-Saison sei misslungen. Der 48-Jährige gab in Unterföhring bekannt, daraus Konsequenzen zu ziehen - und seinen Posten zu räumen. Sein Nachfolger wird der bisherige Vizegeschäftsführer Kaspar Pflüger.

Sat.1 hatte zuletzt immer wieder Sendungen gekippt, weil die Zuschauer zu wenig Interesse daran gezeigt hatten. Im September verschob der Sender die neue Serie "Mila" zum Schwestersender Sixx - nach nur zehn Tagen im Programm. Das neue Magazin "Unser Tag" wurde ebenfalls aus dem Vorabendprogramm genommen. Auch die Serie "Frauenherzen" um 20.15 Uhr verschwand.

Besonders spektakulär scheiterte die groß als Gesellschaftsexperiment angekündigte Reality-Reihe "Newtopia", die im Frühsommer wegen fehlender Quote abgebrochen wurde.

Paalzow hört zum 15. Oktober nach rund drei Jahren an der Spitze des Senders auf. Zuvor war er in anderen leitenden Positionen innerhalb der Senderfamilie tätig - unter anderem als Geschäftsführer von Kabel 1 und ProSieben. Sein Nachfolger Pflüger war vor seinem Einstieg bei Sat.1 unter anderem Programmdirektor von RTL Kroatien und arbeitete bei Channel Five in London.

kop/dpa



insgesamt 29 Beiträge
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persephone83 07.10.2015
1. Wenn es um die Quoten geht
müssten da bei anderen Sendern auch noch einige das Handtuch werfen... Als ob dadurch jetzt das Programm besser werden würde.
moritz1989 07.10.2015
2.
Naja, wer hätte bei Formaten wie Newtopia nicht sofort 100 Euro gewettet, dass es vorzeitig abgesetzt wird. Wie kann man so etwas überhaupt auf den Weg bringen. Da gehört eine Menge Mut oder ganz viel Dummheit dazu. Es ist aber auch nicht einfach Fernsehen für Unterschichten zu machen, wenn man selber nicht dazu gehört.
stefan.martens.75 07.10.2015
3. Sat 1 ist genauso schlimm wie Pro 7
Man kann bei denen gar nichts mehr schauen weil man nie weiß ob es nächste Woche noch läuft....... Wozu dann anfangen?
bullet69 07.10.2015
4. Werbesender mit Inhaltsunterbrechungen
hoffentlich gehen diesen Knalltütensendern wie Sat1 RTL Pro7, Vox etc. bald die Werbeeinnahmen aus, damit das geistige Niveau in der TV-Medienlandschaft ein kleines bisschen positiv beeinflusst wird. Privatsender auf diesem Niveau braucht keine Sau - Rettet die Gehirnzellen.
Innoruuk 07.10.2015
5. Lineares TV ist ein Auslaufmodel
Ich schaue bereits seit über 10 Jahren kein normales TV mehr. Wozu gibt es legale und nicht ganz so legale Streamingdiesnte? Wieso muss ich mir die Werbung antun wenn ich es bei Netflix oder Amazon ohne angucken kann? Das ist es mir wert 10€ im Monat zu zahlen. Die einzigen die das lineare TV noch hoch halten sind die öffentlich Rechtlichen. Und da gibts auch die Mediathek... Das einzig nervige ist, dass die Daten darin nach einer gewissen Zeit gelöscht werden, Danke PrivatTV. Für diese Klage würde ich den verantwortlichen gerne die Nase brechen.
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