Red-Bull-Sender Servus TV sagt Servus

Nicht rentabel: Der österreichische Fernsehsender Servus TV macht dicht. Der Kanal des Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz sei wirtschaftlich untragbar geworden, heißt es zur Begründung.
Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz

Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Der vom Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz gegründete Fernsehsender Servus TV stellt seinen Betrieb ein. Der Kanal mit Sitz in Salzburg sei für das Unternehmen wirtschaftlich untragbar geworden, heißt es in einer Pressemitteilung. "Obwohl wir Jahr für Jahr einen nahezu dreistelligen Millionenbetrag in Servus TV investiert haben, lässt sieben Jahre nach Einführung die aktuelle Markt- und Wettbewerbssituation keine wirklich positive Entwicklung erwarten", so die Begründung.

Wann das Programm abgeschaltet werden soll, steht noch nicht fest. Der Sendebetrieb solle bis auf weiteres uneingeschränkt weiter laufen. Das Printmagazin "Servus in Stadt und Land" soll von dem Ende des Fernsehsenders nicht betroffen sein.

Servus TV ist in mehreren deutschen digitalen Kabelnetzen zu empfangen. Der Sender gehört zur Red Bull Media House GmbH, einer Tochterfirma der Red Bull GmbH. Er zeigt vor allem Dokus und Talkshows. Zudem war er zeitweilig der TV-Partner der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Erst vor weniger als einem Monat war es zu einem Wechsel an der Senderspitze gekommen. Martin Blank hatte Servus TV verlassen. Sein Nachfolger war Ferdinand Wegschneider geworden, der einst den Servus-TV-Vorgänger Salzburg TV mitgegründet hatte.

Darüber hinaus hatte sich Servus TV gerade erst in Österreich die Rechte an der dortigen Eishockey-Liga gesichert - für die kommenden drei Spielzeiten.

Das Red Bull Media House plant auch den globalen Kanal Global TV. Der für das Frühjahr 2016 avisierte Start wurde jedoch erst kürzlich verschoben.

mka/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.