»Sex and the City«-Neuauflage Sarah Jessica Parker kann gut auf Kim Cattrall verzichten

Die Verantwortlichen der Serie »And Just Like That...«, Neuauflage von »Sex and the City«, liebäugeln mit einer Fortsetzung. Für die Besetzung hat Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker allerdings ganz eigene Vorstellungen.
»Sex and the City«-Stars Cynthia Nixon, Sarah Jessica Parker, Kristin Davis

»Sex and the City«-Stars Cynthia Nixon, Sarah Jessica Parker, Kristin Davis

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Warner / HBO / Sky

Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ruft das Reboot von »Sex and the City« gemischte Reaktionen hervor. Die einen finden, dass »And Just Like That...«  die Figuren um die Kolumnistin Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) passgenau in die Gegenwart katapultiert hat. Die anderen, dass die Serie sich zu sehr darum bemüht, progressiv zu wirken. Immerhin hatte Miranda (Cynthia Nixon) ihr von einigen Zuschauerinnen lang erwartetes queeres Coming-out. Und auch die konservative Charlotte (Kristin Davis) musste sich ungewohnt mit Gender-Identitäten auseinandersetzen. Obwohl die Streamingplattform HBO Max offiziell noch keine zweite Staffel bestellt hat, liebäugeln die Verantwortlichen nun mit einer Fortsetzung – allerdings weiterhin ohne Kim Cattrall.

»Es fühlt sich an, als gäbe es jetzt diesen Moment.«

Sarah Jessica Parker

Showrunner Michael Patrick King und Parker hätten sich vor zwei Wochen darüber unterhalten, erzählte die Schauspielerin dem Branchenmagazin »Variety«, und sich gefragt, wann man über eine Fortsetzung spreche. »Denn es gibt einen Zeitplan, und man will nicht zu viel Zeit verstreichen lassen. Es fühlt sich an, als gäbe es jetzt diesen Moment.« King und Parker würden die Serie beide gern fortsetzen. Und auch HBO Max dürfte daran interessiert sein.

Erfolgreichste Originalserie

Denn die »SATC«-Fortsetzung, deren Finale am Donnerstag auf dem Bezahlsender Sky zu sehen war, ist zur erfolgreichsten Originalserie der Streamingplattform avanciert. »Was die Zuschauerzahlen angeht, lief es phänomenal«, bestätigte Casey Bloys, Chief Content Officer des Streaminganbieters.

Was einer Fortsetzung im Weg stehen könnte? King und Parker rechnen weiterhin nicht mit einem Engagement von Kim Cattrall, die bisher die selbstbewusste, orgasmussuchende PR-Managerin Samantha Jones spielte. Sie hatte keine Lust auf eine weitere Fortsetzung und Streit mit Kollegin Parker. Statt Samantha den Serientod sterben zu lassen oder die Figur neu zu besetzen, entschied man sich dafür, sie nach einem Krach mit Carrie wegziehen zu lassen.

Fans hofften auf Rückkehr

Aber so ganz verschwunden war die Figur nicht. Damit wohl nicht zu viele offene Fragen und enttäuschte Fans zurückbleiben, wurden Lebenszeichen der Figur per SMS eingebunden. Das ließ hoffen, dass Samantha womöglich doch zurückkommt, vielleicht in der nächsten Staffel?

Auf die Frage, ob sie überhaupt damit einverstanden wäre, wenn Cattrall wieder mitspielen würde, sagte Parker gegenüber »Variety«: »Ich glaube nicht, dass ich das wäre.« Als Begründung nannte sie die vielen öffentlichen Gefühlsäußerungen ihrer ehemaligen Kollegin. Diese hatte Parker auf Instagram etwa eine Heuchlerin genannt. »Lass' mich das sehr klarmachen«, schrieb Cattrall vor einigen Jahren weiter. »Du bist nicht meine Familie. Du bist nicht meine Freundin.«

In den vergangenen Wochen hatten zudem mehrere Frauen schwere Vorwürfe gegen den Mr.-Big-Darsteller Chris Noth erhoben. Obwohl die Figur bereits in der ersten Folge der Fortsetzung starb, sollte sie wohl noch einmal im Finale vorkommen. Doch der Sender schnitt die Figur heraus. Ein Zusammenhang zwischen den Anschuldigungen und dem Schnitt wurde nicht ausdrücklich hergestellt. Es weist jedoch einiges darauf hin, dass der Sender Konsequenzen gezogen hat, haben sich doch immer mehr Frauen zu Wort gemeldet, die Noth sexuellen Missbrauch sowie Belästigung vorwerfen.

evh
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