Neuer "Sherlock"-Trailer Viktorianisch zu Weihnachten


Ein neuer Trailer für das Weihnachtsspezial der BBC-Erfolgsserie "Sherlock" zeigt Benedict Cumberbatch und Martin Freeman als Holmes und Watson erstmals in viktorianischer Kulisse. Schade eigentlich.

Endlich geht es weiter! Die Popularität und der Erfolg der BBC-Serie um den exzentrischen Detektiv Sherlock Holmes und seinen melancholischen Sidekick John Watson schöpft sich ja auch aus der Verknappung: Es gibt eben nicht acht oder 13 Episoden pro Staffel, sondern nur drei, die aber immerhin in Spielfilmlänge. Die dritte und bisher letzte liegt nun auch schon bald zwei Jahre zurück, die vierte soll 2016 starten, aber wann, darüber hüllt sich die britische Sendeanstalt in Schweigen.

Zur Überbrückung gibt es aber erstmals ein Weihnachtsspezial, das BBC 1 am 25. Dezember ausstrahlen wird. Nachdem es im Sommer bereits die erste Szene als "First Look" zu sehen gab, veröffentlichte der Sender nun den ersten offiziellen Trailer für das noch unbetitelte "Sherlock Special".

Passend zur Dickens-Lektüre unterm Weihnachtsbaum werden Benedict Cumberbatch und Martin Freeman als Holmes und Watson für das "Special" im viktorianischen London des späten 19. Jahrhunderts agieren, also in der Ära, in der Arthur Conan Doyle einst seine weltberühmte Detektivfigur erfand.

Angemessen düster und nebelverhangen verspricht die Handlung des Spezials zu werden, in einer Szene des Trailers raunt Holmes von Krieg und Märtyrern, es geht um Geister der Vergangenheit, die den Meisterdetektiv einholen und anscheinend um einen geheimnisvollen Kult unheimlicher Kapuzenmänner.

Aber es wird auch wieder sarkastische Dialoge und viel Selbstironie geben, zum Beispiel wenn der zeitgemäß mit Kaiser-Wilhelm-Schnäuzer ausgestattete Watson seinen genialischen Freund dazu nötigt, das ewige Sherlock-Markenzeichen, die Deerstalker-Mütze, aufzusetzen. Holmes mag die vorn wie hinten bekrempte Kopfbedeckung gar nicht.

Zu Recht! Denn: Viktorianisches Setting? Ist das nicht die Domäne der mühevoll auf trendige Steampunk-Ästhetik getrimmten, aber ansonsten eher öden "Sherlock Holmes"-Filme von Guy Ritchie? Liegt der Reiz des BBC-"Sherlocks" nicht gerade in der Übersetzung viktorianischer Dampfmaschinen-Gotik in die Mythen des Internetzeitalters? Zum Glück, betont Serien-Co-Schöpfer Steven Moffat, habe das Feiertagsspezial inhaltlich nichts mit den Themen der kommenden "Sherlock"-Staffel zu tun. Die viktorianische Ästhetik kann gern so knapp wie möglich bleiben.

bor



insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
RudiRastlos2 08.10.2015
1.
Ich finde das Viktorianische Setting jetzt schon super. Der klassische Holmes halt. Ich freue mich drauf.
Netzschwinger 08.10.2015
2.
Also von mir aus könnten sie mit den beiden auch alle Holmes Abenteuer nochmal im viktorianischen Setting drehen! Ich wäre begeistert! Und das Video sorgt schon für eine große Vorfreude!
benmartin70 08.10.2015
3.
Zitat von RudiRastlos2Ich finde das Viktorianische Setting jetzt schon super. Der klassische Holmes halt. Ich freue mich drauf.
Ich auch. Und die Guy Ritchie Filme öde? Naja wer das wieder geschrieben hat........
Newspeak 08.10.2015
4.
Als Weihnachts-Special wird es vermutlich in Ordnung sein, und vielleicht sogar ganz interessant, Sherlock ins viktorianische Zeitalter zurückzuversetzen. Ansonsten aber, da kann ich dem Autor des Beitrags nur beipflichten, sollte man es lassen. Denn ja, es ist gerade die extrem gut gelungene Modernisierung, die Sherlock so gut macht. Die Ritchie-Filme, das mögen die Fans sicher nicht gern hören, sind tatsächlich am Ende öde. Nicht, daß ich sie nicht auch für manche Dinge gut finde, sie sind technisch perfekt gemacht, die Steampunk-Ästhetik ist super gelungen, man schaut sie sich gerne einmal an, aber Ritchie ist einer von den Regisseuren, die leider nicht verstehen, daß solche Schauwerte allein nicht reichen. Und daß man sich auch einmal entscheiden müsste, ob man die Geschichten jetzt ernsthaft oder als reine Parodie erzählen möchte. Ritchie wechselt da ständig hin und her und meistens geht es eben doch nicht auf. Am Ende fühlt man sich, als hätte man zuviele Süßigkeiten gegessen. Zwischendurch haben die doch alle geschmeckt, am Ende wird es einem schlecht davon, wie kann das sein?
marcendres 08.10.2015
5.
Absolut blödsinniger Artikel. Da schaut sich der Redakteur den Trailer an und meint diesen Scherz verteufeln zu müssen. Wie ernst muss man sich nehmen um aus soetwas eine Staatsaffäre zu konstruieren. Es geht hier um ein Weihnahchtsspezial und nicht um die Fortsetzung der Serie. Im Kern ist es immer noch Unterhaltung und ich finde es Erfrischend das man auch mal etwas probiert. Vielleicht sollte man das ganze dialektisch verstehen und im Zweifel muss man es ja einfahc nicht nicht schauen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.