"Tagesschau"-Fanfare Das Taa-taa Ta-ta-ta-taaa soll doch bleiben

Viele Fernsehzuschauer waren entsetzt - soll die Titelmelodie der "Tagesschau" nach über 50 Jahren abgeschafft werden? Das hatte eine Zeitung berichtet. Nun gibt ARD-Aktuell-Chef Kai Gniffke Entwarnung: Die Grundelemente bleiben, nur der Sound der Fanfare wird überarbeitet.
"Tagesschau": Die Tonfolge wird überarbeitet, nicht entsorgt

"Tagesschau": Die Tonfolge wird überarbeitet, nicht entsorgt

Foto: DPA

Hamburg - Die ARD-Hauptnachrichtensendung "Tagesschau" bekommt ein neues Design verpasst. Bis zum Jahresende sollen die Veränderungen abgeschlossen sein, auch die Titelmelodie wird dann anders klingen. Allerdings soll die Tonfolge nicht neu komponiert werden. Dies hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, auch SPIEGEL ONLINE hatte die Meldung aufgegriffen. Nun stellt ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke klar: "Die Sorge um das Taa-taa, ta-ta-ta-taaa ist unbegründet."

Die Erkennungsmelodie werde nicht "entsorgt", sondern wie zuletzt in den Jahren 2005, 1997 und 1994 nur überarbeitet, so Gniffke. "Dabei bleiben natürlich die Grundelemente der 'Tagesschau'-Melodie erhalten, die sie so unverwechselbar machen."

Das könnte das Publikum beruhigen. Bei einer Umfrage auf SPIEGEL ONLINE, an der sich bis 11 Uhr über 1400 Leser beteiligt hatten, sagten 74 Prozent der Abstimmenden, sie freuten sich nicht auf eine neue Melodie, stattdessen fürchteten sie den Verlust eines weiteren Klassikers.

Die "Bild"-Zeitung hatte außerdem berichtet, dass die Neukomposition des Nachrichten-Jingles vom Hollywood-Filmmusiker Hans Zimmer stammen werde. Kai Gniffke konkretisiert nun, dass die Überarbeitung der Fanfare von Henning Lohner übernommen werde - einem Mitarbeiter der Firma Remote Control von Oscar-Preisträger Zimmer.

Die aktuelle Melodie der Hauptnachrichtensendung im Ersten wurde von Hans Carste (1909-1971) komponiert. Mit dem mehrfach überarbeiteten Intro  werden die Zuschauer seit 1956 begrüßt. Bis zum Jahresende soll die Entwicklung des neuen Designs abgeschlossen sein, so Gniffke, "wozu dann auch die angepasste Titelmelodie gehört".

feb/dpa/dapd

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