ARD-Krimiwiederholung Der Dresden-»Tatort« im Schnellcheck

Dieser »Tatort« aus dem Jahr 2019 ist auch drei Jahre später noch ein blutiger Schocker: Bei der Jagd nach einem Serienmörder wird den Dresdner Ermittlerinnen hart zugesetzt, Messer im Bauch inklusive.
Karin Hanczewski als Kommissarin Gorniak: Duell Auge in Auge

Karin Hanczewski als Kommissarin Gorniak: Duell Auge in Auge

Foto: MDR / Wiedemann&Berg

Dieser Text erschien in seiner ursprünglichen Version zur Erstausstrahlung des »Tatort« am 28. April 2019.

Das Szenario:

Mein mörderisches Ich, einfach unverbesserlich: Die Ermittlerinnen aus Dresden jagen einen Serienkiller, der aus purer Lust am Töten komplizierte Taten plant. Oberkommissarin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) wird bei der Verfolgung des maskierten Mörders in den Bauch gestochen, die neue Kollegin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) schaut hilflos zu. Später nimmt der Psychokiller sie noch einmal persönlich ins Visier – ein Duell Auge in Auge.

Der Clou:

Gesichtsloses Monster, kaltblütiger Normalo: Der Blick auf den Mörder verändert sich bei diesem Genre-Hybrid aus Serienkiller-Rätsel und Psycho-Nabelschau von einem Moment auf den anderen fundamental. Nach der Jagd auf den mythisch überhöhten Killer folgt die direkte Konfrontation mit einem ausgetickten Spießer, der im Eigenheimkeller alle Utensilien für sein blutiges Hobby bereithält.

Das Bild:

Der Psychokiller hat seine Leichen in einem abgelegenen Haus zu Arrangements gepflegter Häuslichkeit zusammengestellt. Auf der Couch vor dem Fernseher sitzen Mann und Frau, einer der Kommissarinnen entfährt der Satz: »Da ist noch Platz!« Bleibt die Frage: Für wen?

Der Dialog:

Kommissarin Winkler: »Wenn du vom Pferd fällst, musst du schnell wieder aufsteigen.«

Kommissarin Gorniak: »Hey! 15 Zentimeter Edelstahl in meinen Eingeweiden, innere Blutungen, sechs Wochen künstliches Koma, drei Wochen Reha – ich bin nicht vom Pferd gefallen, klar?«

Fotostrecke

Kommissar-Karussell: Alle »Tatort«-Teams im Überblick

Foto: Martin Rottenkolber / WDR

Der Song:

»What a Difference a Day Makes«  von Dinah Washington. Diese unverwüstliche, heitere Hymne an das kleine Glück im anstrengenden Leben läuft, während der Serienkiller mit einer ausblutenden Leiche im Kofferraum zu seinem Spießerglück-Haus am Stadtrand zurückfährt.

Die Bewertung:

7 von 10 Punkten. Sauber gebauter Serienkiller-Thriller, der allerdings ein bisschen mehr mit der Hybris des Täters hätte spielen dürfen. Für ein paar sehr beunruhigende Momente vor dem Zubettgehen reicht es allemal.

Die Analyse:

Lesen Sie bitte hier weiter!

»Tatort: Das Nest«, Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

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