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Münster-"Tatort": "Heillige Unbildung!"

Foto: WDR/Martin Valentin Menke

Weihnachts-Krimi Der Münster-"Tatort" im Schnellcheck

Der Alkohol wird's schon richten? Leider nein. Dass sich Boernes und Thiels Kollegin Krusenstern in ihren Entführer verliebt, wird auch durch eine Flasche Wodka nicht plausibel. Suff-"Tatort" aus Münster.

Das Setting:

Im Vollrausch hinein ins Stockholm-Syndrom: Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) wird von einem schwermütigen Russen entführt, der auf diese Weise die Münsteraner Polizei erpressen will, genauer in einem Mordfall zu ermitteln, in den sein Sohn verwickelt ist. Bei einer Flasche Wodka kommen sich Kidnapper und Gekidnappte näher, und von Alkohol und Sehnsucht getrieben spielt Krusenstern das Spielchen des Russen mit. Boerne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl) wanken derweil Glühwein-selig der Befreiung des verliebten Entführungsopfers entgegen.

Der Clou:

Der Alkohol wird's schon richten. So mögen es sich zumindest die Verantwortlichen gedacht haben. Die im Münsteraner "Tatort" oft erprobte Taktik, den schwächelnden Plot mit hochprozentigen Pointen über die Runden zu bringen, geht hier aber leider nicht auf.

Das Bild:

Ein ausgestopfter Bär und ein Weihnachtsmann mit Holzvisage quälen Kommissar Thiel. Ein Albtraum des Ermittlers, in den er von dem billigem Glühwein des Weihnachtsmarkts und von den schrillen russischen Operngesängen aus Boernes Nachbarwohnung getrieben wird.

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Münster-"Tatort": "Heillige Unbildung!"

Foto: WDR/Martin Valentin Menke

Der Spruch:

"Spielen Sie gefälligst das Weihnachtskrematorium von Bach!" Proll Thiel verwechselt Oratorium und Krematorium; kann schon mal passieren in einem "Tatort", dessen Soundspur bis zur Besinnungslosigkeit vollgestellt ist mit Besinnungsmusik aus dem Vorweihnachtsprogramm.

Der Song:

"Here comes Santa Claus" , verschnupft genäselt von Bob Dylan wird der Klassiker hier gleich am Anfang des Glühwein-Exkurses der Ermittler auf dem Weihnachtsmarkt gespielt. Danach wird Wodka und Champagner gebechert.

Die Bewertung:

2 von 10 Punkten. Ffffohes Rest, hicks!

Die Analyse:

Lesen Sie bitte hier weiter!

"Tatort: Väterchen Frost", Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

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Fotostrecke: Alle "Tatort"-Teams im Überblick

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Rolf Vennenbernd/ dpa