Starke Quote Fast 13 Millionen sahen den Münster-"Tatort"

Für "Tatort"-Fans sind sie die Besten: Boerne und Thiel haben am Sonntagabend 12,8 Millionen Zuschauer erreicht - nur minimal weniger als beim letzten Münster-Rekord. Der schwarze Humor wurde diesmal mit einer hintergründigen Story kombiniert.

ARD

Hamburg/Berlin - Sie bleiben die Quotenkönige: 12,78 Millionen Zuschauer wollten am Sonntagabend ab 20.15 Uhr den neuesten Fall der Ermittler Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan Josef Liefers) sehen. Das entspricht einem Marktanteil von satten 35,0 Prozent.

Ein sensationeller Wert - wenn auch kein neuer Rekord. Das Ergebnis vom März 2013 konnte nicht noch einmal getoppt werden: Damals schalteten 12,81 Millionen Menschen (34,0 Prozent) die Episode "Summ, summ, summ" ein. Diese Quote war zuletzt 20 Jahre zuvor von einem "Tatort" übertroffen worden, als am 25. September 1993 12,83 Millionen Zuschauer "Um Haus und Hof" sahen. Den Höchstwert seit Beginn der Quotenmessung im vereinten Deutschland im Jahr 1992 hält das frühere Hamburger Gespann Stoever/Brockmöller mit der Geschichte "Stoevers Fall", die am 5. Juli 1992 15,86 Millionen Zuschauern einschalteten.

Bemerkenswert ist die erneut herausragende Quote von Boerne und Thiel aus drei Gründen:

  • Die Episode um einen selbsternannten Superhelden, der mit dem Hammer korrupte Politiker und zynische Rotlichtunternehmer tötet, war der wohl härteste "Tatort" aus Münster überhaupt. Offensichtlich ist das ARD-Publikum reif für wirklich bösen Witz samt expliziten Bildern von eingeschlagen Köpfen mit bizarr verdrehten Augen.

So gesehen darf man davon ausgehen, dass nach dieser 25. Episode wohl noch 25 weitere "Tatorte" mit Boerne und Thiel folgen.

cbu/dpa



insgesamt 73 Beiträge
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Orthoklas 14.04.2014
1. Juhuu!
Thiel und Boerne rocken!!!
ekel-alfred 14.04.2014
2.
Zitat von sysopARDFür "Tatort"-Fans sind sie die Besten: Börne und Thiel haben am Sonntagabend 12,8 Millionen Zuschauer erreicht - nur minimal weniger als beim letzten Münster-Rekord. Der schwarze Humor wurde diesmal mit einer hintergründigen Story kombiniert. http://www.spiegel.de/kultur/tv/tatort-muenster-12-78-millionen-sahen-den-hammer-liefers-und-prahl-a-964239.html
Alberich: Ich stehe auf Helden und Supermänner. Boerne: Deshalb arbeiten Sie ja auch mit mir zusammen!
Morrison 14.04.2014
3. Unterhaltung pur
Na warum wohl schauen so viele Menschen Thiele und Börne? Viel Witz, Selbstironie und vor allem keine Quotenkommissarinnen (obwohl heute gerade die BZ eine Beförderung von Nadeschda fordert), kein Versuch den Zuschauer zu einem besseren Menschen zu erziehen, keine Welt verbesserischen Anspruchsthemen. Einfach nur Spaß und gute Unterhaltung, noch dazu zum Teil herrlich politisch Unkorrekt (die taffe Alberich und die rauchende Staatsanwältin, aber auch der kiffende Vater). Die Zuschauer sind es halt leid ständig mit neuen Ermittlerteams konfrontiert zu werden, die neuerdings an der Spitze immer eine abstrakt konstruierte Quotenpowerfrau präsentieren. Selbst dem dümmsten ARD Zuschauer ist es mittlerweile klar geworden, dass es diese Frauen nur in der Phantasie einiger Emanzenmitarbeiterinnern der öffentlich Rechtlichen gibt und hier Gesellschaftspolitik durch die Hintertür gemacht werden soll. Und letztlich will ich als Zuschauer am Sonntag Abend unterhalten und nicht erzogen werden.
radamriese 14.04.2014
4. der einzige Tatort, den ich schaue
die Beiden passen wunderbar zusammen. Harmonisch, lustig, und spannend.Was will man mehr
Tiberias 14.04.2014
5. Hab ich...
...da wirklich den gleichen Tatort gesehen, der hier beschrieben wird? Ich musste nach eine halben Stunde umschalten, weil ich diese überdoof lächerliche Geschichte schlichtweg nicht mehr ertragen konnte. Ein Bürgerprotest gegen einen FKK-Club, der Ausmaße von Stuttgart21 hat? Ist man im Münsterland so prüde, dass sogar die Hippies gegen Puffs auf die Straße gehen? Und dann dieser lächerliche "Superheld"... Für mich war dies ganz klar einer der schlechtesten und dümmsten Tatorte aller Zeiten. Früher mochte ich die Münster-Tatorte sehr gern, aber seit ca. drei Jahren versinken die Stories immer mehr im Klamauk- und Kalauersumpf. Schade drum.
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