Münster-"Tatort" Neue Rekordquote für Boerne und Thiel

13,01 Millionen Zuschauer sahen am Sonntagabend, wie sich die Münsteraner "Tatort"-Ermittler als schwules Paar ausgeben. Mehr Publikum hatte das Duo zwar schon einmal, aber der Marktanteil ist der höchste für die ARD-Krimireihe seit 1992.

C. Kohlund (l.), A. Prahl (M.), J. J. Liefers: "Tatort"-Traumquote mit Gay-Klamauk
ARD

C. Kohlund (l.), A. Prahl (M.), J. J. Liefers: "Tatort"-Traumquote mit Gay-Klamauk


Professor Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Thiel (Axel Prahl) bleiben die Publikumslieblinge unter den Ermittlern in der ARD-Krimireihe "Tatort". Der jüngste Auftritt des Teams aus Münster am Sonntagabend lockte 13,01 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme, nur die Folge "Mord ist die beste Medizin" fand im September 2014 noch einige Zuschauer mehr, nämlich 13,13 Millionen.

Nimmt man allerdings nicht die absolute Zuschauerzahl zum Vergleich, sondern den Marktanteil am Gesamtpublikum, so ist die jüngste Folge mit dem kalauernden Titel "Erkläre Chimäre" sogar noch ein wenig erfolgreicher als "Mord ist die beste Medizin". Lag damals der Marktanteil für die Erstausstrahlung in der ARD bei 36,7 Prozent, so waren es diesmal gar 37,2 Prozent derjenigen, die zwischen 20.15 Uhr und 21.45 Uhr den Fernseher laufen hatten, die sich für den Münster-"Tatort" entschieden.

Dies ist die beste Einschaltquote für einen "Tatort" in Zeiten der flächendeckenden Verbreitung von Privatfernsehen: Einen noch höheren Marktanteil verzeichnet die Datenbank der Fanseite "Tatort-Fundus" zuletzt zu Zeiten der Hamburger Kommissare Stöver und Brockmöller: "Um Haus und Hof" hatte im September 1993 eine Quote von 39,5 Prozent.

Mit der Folge "Erkläre Chimäre", in der sich Boerne und Thiel vor einem Erbonkel (Christian Kohlund) als schwules Ehepaar ausgeben, bewegten sich die beiden Ermittler recht weit weg vom Krimi-Korsett, was angesichts der kolportierten Spielfilmpläne der WDR-Figuren gewünscht gewesen sein dürfte. Das Publikumsinteresse jedenfalls ist manifest.

Münster-"Tatort" als Gay-Klamauk

feb

insgesamt 53 Beiträge
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na,na,na 01.06.2015
1. hab die Folge gesehen
Schwachsinn pur!Für so etwas zahlen wir GEZ. Eindeutig Betrug der Politik am Bürger,
grumpy53 01.06.2015
2. Spaß gehabt
Ob der Tatort vorher verrissen wird - oder nicht, ob man mit einem Kugelschreiber Leben retten kann - oder nicht, ob der Chefarzt verdächtig war - oder nicht, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Klar, manchmal fragt man sich bei den Tatorten, ob es eigentlich noch "normale" Kommissare oder "normale" Ermittlungsarbeit gibt, aber das ist nicht der Sinn von Unterhaltung. Fast wünscht man sich, Liefers und Prahl auf deren Hochzeitsreise zu begegnen, die beiden sind einfach köstlich zusammen und ich hoffe, sie haben noch lange Spaß und Gelegenheit zum Zusammenspiel. Wäre für ein besseres Drehbuch manchmal dankbar, aber meinen Sonntagabend hat das auf jeden Fall erhellt.
taglöhner 01.06.2015
3.
Wieder ein super Klamauk.
leseoma 01.06.2015
4. Bisschen verwirrend,
nicht übermässig spannend- macht nichts. Hat Spass gemacht, war unterhaltsam und damit gut. Wer Grausamkeiten und Kloppereien zwischen erwachsenen Männern liebt, darf den Münsteraner Tatort eben nicht gucken. Diey gilt allen Meckerfritzen!
theodorzaloschnik 01.06.2015
5.
Ich sehe zwar ein, daß Krimi etwas anderes ist als gestern gesehen. Doch ich wurde bestens am Sonntag Abend unterhalten. Wenn jetzt wieder irgendwelche Moserer kommen mit ihrem "fernab-jeglicher-Realität"-Geschwafel kommen, ob ihr es glaubt oder nicht, realistische Polizei Arbeit will niemand sehen. Die findet in der Regel größtenteils am Schreibtisch statt.
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