13 Wochen ohne frische ARD-Krimis "Tatort"-Sommerpause hat Rekordlänge

Am 7. Juni steht die vorerst letzte "Tatort"-Erstausstrahlung an, danach geht die Krimireihe in eine XXL-Sommerpause. Bis es im September weitergeht, werden alte Folgen gezeigt, die die Zuschauer wählen.
Foto: ARD Das Erste/ obs

13 Wochen soll die Zeit ohne Krimis in diesem Sommer dauern, Rekord der "Tatort"-Ferien. Vom 8. Juni bis zum 6. September wird es keine neuen Folgen geben. Damit ist die Pause so lang wie bislang nur einmal in den letzten Jahren, und zwar 2012. Muss die ARD etwa mit den Krimi-Episoden haushalten?

Klar ist, dass das Coronavirus auch die TV-Branche in Atem hält. Die Dreharbeiten vieler "Tatorte" wurde in den Sommer und Herbst verschoben; einige sind mitten in der Entstehung auf Eis gelegt worden, so etwa Folgen aus Berlin und Kiel. So könnten nach der Sommerpause Probleme entstehen, zumindest wenn es schwierig bleibt, Drehs zu organisieren.

Wie der "Tatort-Fundus" berichtet, hat sich die Sommerpause, während der statt frischer Krimis am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten vor allem "Tatort"-Wiederholungen laufen, nach und nach etabliert. Seit 2003 nehme die Zahl der Wiederholungen im Sommer zu, sei aber oft durch Erstsendungen (auch vom "Polizeiruf 110") unterbrochen worden. 2012 mussten die Zuschauer auch 13 Wochen auf frische Krimis verzichten. Es folgen die Jahre 2014 (12 Wochen), 2016 (11 Wochen), 2017 (10 Wochen) und 2019 (9 Wochen).

In diesem Jahr soll es allerdings statt der üblichen Sommerwiederholungen wegen des 50-jährigen Jubiläums der Reihe ausgewählte Folgen geben: Ab dem 14. Juni sollen Zuschauerinnen und Zuschauer hier  wöchentlich aus einer Liste der 50 populärsten Episoden der letzten 25 Jahre ihre Lieblinge wählen. Das Ergebnis wird jeweils am Freitag vor dem Ausstrahlungstermin bekannt gegeben, erstmals also am 19. Juni.

In den Wochen vor der Sommerpause kommen als neue "Tatorte" noch der Kölner Fall "Gefangen" (17. Mai), der Stuttgarter Krimi "Du allein" (24. Mai), der Weimar-Film "Der letzte Schrey" (1. Juni, Pfingstmontag) und der Münchner Krimi "Lass den Mond am Himmel stehn" (7. Juni).

evh/dpa
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