SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

01. April 2019, 04:09 Uhr

Krimi-Vote

Wie fanden Sie den Bomben-"Tatort"?

Alte Bombe im Neubauparadies: Der Kölner "Tatort" zeigte bürgerliche Sehnsüchte und wirtschaftliche Sorgen im Milieu von Kampfmittelräumern. Oder sind Sie anderer Meinung?

"Zwei Blindgänger, zwei verfluchte Ami-Bomben!" So stöhnt der Bauunternehmer am Ende gegenüber den Ermittlern. Eigentlich hätten die Sprengkörper vor Ort zur Explosion gebracht werden müssen, aber das Neubaugebiet mit dem schönen Namen Flora-Quartier war schon halb fertiggestellt. Der Bauunternehmer hätte seine sechs Millionen Euro Eigenkapital verloren.

Der Kölner "Tatort" ging das Thema von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Boden von Köln und Umgebung liegen, als Unternehmer-Drama an. So wie der Bauunternehmer wurden auch die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes von wirtschaftlichen Sorgen und bürgerlichen Sehnsüchten getrieben. In unserer Kritik schrieben wir: "Der 'Tatort' ist eine Art 'Hurt Locker' aus dem deutschen Mittelstand." Wir gaben sechs von zehn Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Das Kölner "Tatort"-Team um Schenk und Ballauf bekommt die meisten Folgen innerhalb der Krimireihe, dreimal im Jahr treten die beiden an. Drei neue Folgen liegen bereits weitgehend fertiggestellt vor: In "Außer Kontrolle" geht es um einen Polizistenmord, in "Gegen den Strom" um die Leiche eines Abiturienten, die nackt an einem Seeufer bei Köln gefunden wurde, und in "Niemals ohne mich" um den Tod einer Mitarbeiterin des Jugendamtes - diese Folge befindet sich zur Zeit noch im Dreh und wird wahrscheinlich erst 2020 zu sehen sein.

cbu

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung