Krimi-Vote Wie fanden Sie den Serienkiller-"Tatort"?

Der Serienmörder als Spießer: Im Dresden-"Tatort" gab Benjamin Sadler gekonnt das Monster hinter der Normalo-Fassade. Oder sind Sie anderer Meinung?

MDR/ Wiedemann&Berg/ Daniela Incoronato

"Sie hätten Deutschland vor mir gerettet", sagte der Mörder in gespielter Ehrfurcht, als er am Ende im Duell auf die Kommissarin traf. Der immer gute Benjamin Sadler ("Das Programm") spielte den Serienkiller als spießigen Chirurgen mit schneidiger Hybris, der sich seiner Neigung partout nicht schämen mochte und im Direktkontakt mit der Ermittlerin Karin Gorniak (Karin Hanczewski) erklärt: "Ich wollte immer schon töten, so wurde ich geboren."

Mit Verweis auf die US-Produktion "Dexter" schrieben wir in unserer Kritik: "Wie in der US-Serie mit Michael C. Hall lernen wir den Serienkiller aus der Nahperspektive kennen, der Wechsel von der atemlosen Spannung der Mörderjagd zum sarkastischen Täter-Cop-Tête-à-Tête gelingt." Wir gaben sieben von zehn Punkten. Wie fanden Sie den Serienkiller-Thriller?

In einer kleineren Rolle war Uwe Preuss zu sehen. Im Rostocker "Polizeiruf" spielt er den Chef der Mordkommission, im Dresdner den Vater der neuen Ermittlerin Leonie Winkler (Cornelia Gröschel) - der Vater ist selbst hochrangiger Kripobeamter. Vielleicht ein bisschen viele Paralleleinsätze für Preuss an der Sonntagskrimi-Front, da kommt der Zuschauer durcheinander.

Auch bei dem zweiten Einsatz seiner Filmtochter wird Preuss dabei sein: Die Folge "Nemesis" über Schutzgelderpressung in der Dresdner Gastroszene ist bereits abgedreht und läuft wahrscheinlich im Spätherbst.

cbu



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