Krimi-Vote Wie fanden Sie den Berliner "Tatort"?

Vom Clan-Krimi zum Cop-Melodram: Der Berlin-"Tatort" war ein TV-Stück über die familiären Verwüstungen der Polizeiarbeit - und am Ende etwas konstruiert. Oder sind Sie anderer Meinung?

Stefan Erhard/ rbb

"Ruhestörung, na das ist doch mal wat für das Einsatzpraktikum!" Am Anfang stand ein Routineeinsatz, am Ende lagen zwei Familien in den Ruinen. Denn der Routineeinsatz, bei dem der Sohn von Kommissarin Rubin im Berlin-"Tatort" mitdurfte, eskalierte grausam. In der Wohnung füllten arabische Gangster ihre Kokstüten ab, eine junge Polizistin wurde erschossen. Der Clan-Krimi wendete sich in ein Cop-Melodram über die familiären Verwüstungen, die der Polizeijob verursacht.

In unserer Besprechung schrieben wir: "Die Dialoge kommen daher wie Backpfeifen, die Charaktere agieren handfest, die Handlung biegt in rasanter Fahrt um die Ecken. Doch irgendwann, und das ist das Problem, werden es ein bisschen zu viele Ecken. Jeder ist in diesem Berlin mit jedem bekannt, im Plot reiht sich ein unglücklicher Zufall an den anderen." Wir gaben von 6 von 10 Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Streckenweise fühlte man sich bei diesem Kiezkrimi mit Gangsterrap-Soundtrack wie in der gefeierten Serie "4 Blocks". Das lag nicht nur an der Musik des "4 Blocks"-Darstellers und Hip-Hop-Künstlers Massiv, von dem hier gleich mehrere Tracks liefen, sondern auch an dem Ensemble: Rauand Taleb varierte seine Kleindealer-Rolle aus "4 Blocks", Maryam Zaree, die in der Mafiaserie die Ehefrau des arabischen Paten spielt, war ein weiteres Mal als Rechtsmedizinerin zu sehen. Zurzeit laufen die Dreharbeiten zur dritten und letzten Staffel von "4 Blocks".

cbu



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