Krimi-Vote Wie fanden Sie den Surfer-"Tatort"?

Der "Tatort" aus München war ein aufwühlendes Surfer-Psychogramm, vor allem durch den großartigen Andreas Lust. Oder sind Sie anderer Meinung?

Hendrik Heiden/ BR

Zwischen Rausch und Todeskampf: Am Ende drückte sich der altgewordene Surferboy und Kleindealer Mikesch selbst eines der Schmerzpflaster, die er eigentlich verdealen wollte, auf die offene Stichwunde. So schleppte er sich durch München, um doch noch das Geld aufzutreiben, damit seine Tochter studieren kann. Den Traum, sich mit einem Freund ins noch nicht total durchkommerzialisierte Surferparadies Sri Lanka abzusetzen, hatte er da wohl schon hinter sich gelassen.

In unserer Rezension schrieben wir: "Dieser 'Tatort' ist auch eine Geschichte darüber, was einmal war und was hätte sein können. Eine Geschichte über Schmerzpflaster mit Rauschwirkung und Surferträume im Beton." Wir gaben 9 von 10 Punkten. Was halten Sie von dem Krimi?

Ein poetisches Surfer-Psychogramm über einen, der noch auf die Welle aufspringen will, wo sie schon längst gebrochen ist - dass es so überwältigend ausfiel, lag auch an Andreas Luft. Seit seinem atemlosen Thriller-Solo "Der Räuber" 2009 spielte er eine ganze Reihe verheerend tragischer Männergestalten, die sich gegen die Wirklichkeit stemmen. Zuletzt in dem hoch ambivalenten Entführer-"Tatort" aus dem Schwarzwald.

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"Tatort" mit Batic und Leitmayr: Ewige Welle, endloser Sommer

Gerade hat Lust die Dreharbeiten zu der historischen Krimiserie "Liebermann" abgeschlossen, in der es um Verbrecherjagden im Wien der vorletzten Jahrhundertwende geht. Die Serie ist eine gemeinsamen Produktion von ZDF und ORF, sie soll in Deutschland an Sonntagen in Konkurrenz zu "Tatorten" ausgestrahlt werden. Der genaue Sendetermin ist noch nicht bekannt.

cbu



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