Krimi-Vote Wie fanden Sie den Sniper-"Tatort"?

Wenn wir die Welt auf einmal aus dem Blick der Täterin sehen: Der Stuttgart-"Tatort" war ein klug gebauter Thriller mit doppelten Böden. Oder sind Sie anderer Meinung?
Im Visier des Snipers: Kommissar Bootz (Felix Klare) wird durch Stuttgart gelenkt

Im Visier des Snipers: Kommissar Bootz (Felix Klare) wird durch Stuttgart gelenkt

Foto: Benoît Linder/ SWR

"Zu 53 Prozent männlich, zu 47 Prozent weiblich" - so lautete am Anfang die Profiler-Einschätzung. Die Ermittler in diesem "Tatort" hatten also wenige bis keine Anhaltspunkte, sie waren der Person, die hinter den Attentaten steckte, hilflos ausgeliefert. Auch das Publikum war erst mal verdammt dazu, Einzelteile einzusammeln, ohne diese zusammenfügen zu können. Am Ende stellten sich die Morde als Rache für einen geliebten Mann heraus, der wegen unterlassener Hilfeleistung zu Tode gekommen war.

In unserer Kritik schrieben wir: "Dies ist ein klug gebauter 'Tatort'. Zum einen strebt er geradlinig als Sniper-Thriller nach vorne - wir sehen die Opferauswahl mit den Augen der Täterin oder des Täters aus der Fadenkreuz-Perspektive des Zielfernrohrs, die Ermittler agieren atemlos als Getriebene. Zum anderen tut sich eine zweite Ebene auf - skizzenhafte Liebesszenen mit betörender Musik werden in den Plot gewoben, ohne dass wir sofort ihre Bedeutung auflösen können." Wir gaben 9 von 10 Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Über die vergangenen Jahre entwickelte sich das Stuttgarter "Tatort"-Revier zu einem der besten des Landes. Sehr prononciert werden verschiedene Genre-Formate hier in Gegenwartsfernsehen überführt. In einer der nächsten Folgen geht es um Wirtschaftskriminalität in Zeiten der Globalisierung. Der Titel lautet: "Der Welten Lohn".

cbu
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