Krimi-Vote Wie fanden Sie den Krankenhaus-"Tatort"?

Den Tod umarmen, das Experiment wagen: Der Dortmund-"Tatort" war ein psychedelisch überreizter Trip in eine Gesellschaft, die sich nicht therapieren lässt. Oder sind Sie anderer Meinung?

WDR/ Thomas Kost

"Ich habe keine Angst vor dem Tod!" So schrie Kommissar Faber (Jörg Hartmann) am Ende des "Tatorts", in dem er versuchsweise Plastiktüten über den Kopf zog, vermeintliche LSD-Pillen schluckte und am Ende frontal in das Fluchtauto des Mörders raste. Das Ego-Spektakel einer kranken Seele, das aufging, weil die Filmemacher auf kluge Weise die Auflösung vorantrieben.

In unserer Kritik schrieben wir: "Schon klar, wer einen Mord verstehen will, muss den Tod umarmen. Aber wie das Kripo-Team hier manisch in die Tüte bläst, das hat schon pathologische Züge. Was als Themen-Krimi zum überlasteten Gesundheitssystem beginnt, wendet sich in einen psychedelisch überreizten Trip in eine Gesellschaft, die sich nicht therapieren lässt." Wir gaben 8 von 10 Punkten. Wie ist Ihre Meinung zum Krimi?

Einen spektakulären Auftritt hatte auch Aylin Tezel als Kommissarin Nora Dalay, die sich ebenfalls eine Plastiktüte über den Kopf zog und so beinahe darunter erstickte. Ob die Ermittlerin ihre psychischen Probleme in den Griff kriegt? Tezel kündigte unlängst an, 2020 aus dem Dortmund-"Tatort" auszusteigen. Der WDR versprach, sich für den Abschied etwas Besonderes auszudenken. Tezel wird dann 16 Folgen gedreht haben.

cbu



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