Krimi-Vote Wie fanden Sie den Kölner "Tatort"?

"Damit es dann wieder heißt, der warme Kollege und die Mausi kriegen es nicht hin?" Der Köln-"Tatort" verhob sich an dem Thema Chauvinismus im Polizei-Milieu - oder sind Sie anderer Meinung?

Thomas Kost/ WDR

Am Ende des "Tatorts" sahen wir in ausführlicher Form, wie der Polizistenmord sich zugetragen hatte: Die jungen, berauschten Gewalttäter traten immer wieder in den Bauch und auf den Kopf des Beamten, während sie die Kollegin zum Zuschauen zwangen. Und wir erfuhren auch, weshalb die beiden Polizisten allein an den Tatort gegangen waren. Auf den Vorschlag des Kollegen, Verstärkung zu rufen, sagte die Beamtin: "Damit es dann wieder heißt, der warme Kollege und die Mausi kriegen es nicht hin?"

Es ging also um Chauvinismus und Diskriminierung auf dem Polizeirevier. Ein spannendes Thema, das aber leider völlig verschenkt wurde. In unserer Kritik schrieben wir: "Dieser Köln-'Tatort' handelt vom brutalen Gruppenzwang in den Umkleideräumen und von entfesselter Gewalt auf den Straßen, aber wenn die Beamten hier ihren Frust rauslassen, klingt das wie im Behandlungszimmer eines Psychotherapeuten, der auf Autopilot Nachdenklichkeitsfloskeln abspult." Wir gaben 2 von 10 Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Hoffen wir, dass der nächste Köln-"Tatort" wieder ein wenig pointierter daherkommt. Er ist bereits abgedreht, trägt den Titel "Gegen den Strom" und handelt von dem Mord an einem Abiturienten. Die Ausstrahlung ist für den Herbst angepeilt.

cbu



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