Krimi-Vote Wie fanden Sie den Münster-"Tatort"?

Von Lakritz bis Cola-Rotwein, von Marihuana bis Ecstasy: Der "Tatort" führte mit einem Arsenal an Sucht- und Genussmitteln geschmeidig in die Jugend der Ermittler. Oder sind Sie anderer Meinung?

Willi Weber/ WDR

Am Ende war das selbst ernannte Genie Karl-Friedrich Boerne ganz kleinlaut. Er ließ sich von einem zerzausten Alten reinlegen und war im aktuellen Fall besessen davon, einen Mann zu überführen, der ihm in Jugendtagen ein Mädchen weggeschnappt hatte. Boerne in bitterer Selbsterkenntnis: "Ich habe mich von einem Tattergreis instrumentalisieren lassen!" Kollege Thiel tröstete: "Tja, kriminelle Energie ist keine Frage des Alters."

Der Münster-"Tatort" am Sonntag war auch eine Reise in Boernes Zeit als nerdiger jugendlicher Streber, als er vergeblich der Tochter eines Lakritzfabrikanten seine Liebe zu erklären versuchte. In unserer Kritik schrieben wir: "Boerne auf der Suche nach der verlorenen Zeit: So wie der Held aus Marcel Prousts Romanzyklus durch den Duft von Madeleines in seine Jugend zurückgeführt wird, sieht sich auch der Professor olfaktorisch zu seinem alten verkorksten Ich gelenkt. Gedächtnis, Geschmack und Geruch hängen auch im Münster-"Tatort" zusammen." Wir gaben 7 von 10 Punkten. Wie fanden Sie die Krimikomödie?

Im Münster-"Tatort" wird ja generell viel mit stimulierenden Substanzen gearbeitet, diesmal kam ein besonders großes Arsenal an Fröhlichmachern zum Einsatz: von Lakritz bis Cola-Rotwein, von Marihuana bis MDMA.

Über Sucht- und Genussstoffe der nächsten Folge ist noch nichts bekannt. Sie trägt den Titel "Väterchen Frost", spielt zur Weihnachtszeit und soll am Sonntag direkt vor Heiligabend ausgestrahlt werden. Es wird in diesem Jahr dann der dritte "Tatort" mit Boerne und Thiel sein. Die Ballung von Krimis des Münster-Teams zum Jahresende liegt daran, dass 2018 nur eine Folge mit ihm zu sehen gewesen ist.

cbu



insgesamt 42 Beiträge
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Seite 1
rosabalou 04.11.2019
1. für mich......
.....eine sehr gute Abendunterhaltung. 10 von 10 *
stoffi 04.11.2019
2. Nun ja
Im Vergleich zu anderen Münster Tatorten, war er mal so mittelprächtig.
Andreas P. 04.11.2019
3. Überraschend brilliant
Ich habe gefühlt die letzten 3 Jahre den Münster Tatort nach 15-20 Minuten verlassen: zu viel Klamauk, kaum eine wirkliche "Tatort" Handlung und nur Fokus auf die Hauptdarsteller mit oft zu langen Dialogen. Gestern hatte ich es mal wieder versucht und bin dabei geblieben: ein brillianter Mix aus Spannung, subtilem, gutem Humor (und eben kein Klamauk), ein super inszenierter Rückblick in die Vergangenheit. Das war (für mich) eine echte positive Überraschung und einer der besten Tatorte seit Langem. Weiter so!
pfeiffffer 04.11.2019
4.
Ich fands ganz unterhaltsam.
hausi_gdr 04.11.2019
5. Sagt keiner was?
Ich fand den prima, das Beste was ich seit langem im ÖR gesehen habe. Zum Schluss etwas vermischte Sachverhalte, meiner Meinung nach, aber das Drama zwischen den Hauptprotagonisten, köstlich. KF und Thiel sind das dynamische Duo, quasi ;o)
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