Krimi-Vote Wie gefiel Ihnen der »Tatort«-Abschied von Meret Becker?

Tränen der Rührung und Tränen der Erschöpfung: Der letzte »Tatort« mit Meret Becker war ein Abgang, der bis zum Äußersten ausgereizt wurde. Oder sind Sie anderer Meinung?
Meret Becker als Nina Rubin: Letzte Blicke

Meret Becker als Nina Rubin: Letzte Blicke

Foto: Hans Joachim Pfeiffer / rbb

Ist der BER-Flughafen in Mafiahand? Auf dem Gelände des Airports, dessen unrühmliche Geschichte auch schon im ersten »Tatort« mit dem Ermittlungsduo Rubin/Karow vor sieben Jahren thematisiert wurde, wimmelte es von Handlangern der russischen Gangster, die am Ende Jagd auf Rubin, Karow und ihre Zeugin machten.

Auf der Flucht vor der Bratwa, der russischen Mafia, jagte das Duo mit der Ehefrau des Gangsterbosses durch ein Geflecht aus Tunneln, Lüftungen und Leitungsschächten. Hinter ihnen die Bratwa-Schlachter, vor ihnen der Jet, der die Kronzeugin an einen fremden Ort und zu neuer Identität fliegen sollte.

Jedes Hindernis in diesem sehr langen Fluchtparcours wurde zur Steigerung der Melodramatik genutzt. Ein letzter Blick im Tunnel, ein letzter Kuss vor dem Flieger: So wurde der Abschied von Meret Becker als Nina Rubin effekt- und affektgeladen bis zum Äußersten ausgereizt. Schließlich schrie Karow seinen Schmerz in den Himmel über Berlin, als er die tote Rubin, die dann wohl doch mehr als eine Kollegin war, in den Armen hielt.

In unserer Rezension schrieben wir: »Als Mafiathriller bleibt der Krimi irgendwann in der exquisit fotografierten Hochglanzgewalt stecken. Und als Abschiedsgruß an die scheidende Kommissarin dreht er vor Rührung dann doch einige Schleifen zu viel. ... Am Ende kommt es in den tempo- und hindernistechnisch abstrus zugespitzten Fluchtszenen zu immer neuen bedeutungsschwangeren Finalmomenten, die man weniger und weniger glaubt. Letzte Blicke, letzte Küsse, Sie wissen schon. Da ist man doch sehr erschöpft, als am Ende die unbedingt verdienten Abschiedstränen für Meret Becker fließen.«

Wir gaben 6 von 10 Punkten. Wie hat Ihnen der Krimi gefallen?

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Nach einem gefühlsintensiven Abschied wie in diesem 15. und letzten gemeinsamen »Tatort« von Meret Becker und Mark Waschke muss es natürlich eine Trauerphase geben, bevor der überlebende Kommissar mit einer neuen Kollegin zusammengespannt werden kann. Im nächsten, schon abgedrehten Berliner »Tatort« ermittelt Waschke als Karow deshalb solo. Der Krimi wird im Herbst ausgestrahlt. Zugleich befindet sich eine weitere Folge in Vorbereitung, bei der Waschke mit Corinna Harfouch als neuer fester Spielpartnerin vor der Kamera stehen wird. Sie wird noch in diesem Jahr gedreht und 2023 ausgestrahlt.

cbu