Krimi-Vote Wie fanden Sie den Western-"Tatort"?

Howdy! Der Weimar-"Tatort" mit Revolverhelden und Saloon-Gesang war eine formvollendete Western-Persiflage. Oder sind Sie anderer Meinung?

MDR/ Anke Neugebau

"Pferd, Longhorn, Esel, Hirsch, ich reite alles, was ein Fell hat." Kommissarin Dorn fügte sich am Sonntag als singendes Undercover-Cowgirl bestens in den Western-Illusionismus des Thüringer Erlebnisparks El Doroda ein, ihr etwas tapsiger Kollege und Ehemann Lessing, der weder singen noch reiten kann, ließ sich immerhin in bester Western-Manier teeren.

Gedreht wurde diese Persiflage auf Westernfilme und Western-Erlebnisparks auf einem Set nahe Berlin, aber inspirieren ließen sich die beiden Stammautoren des Thüringer "Tatorts", Murmel Clausen und Andreas Pflüger, von der Stetson-Hobbyisten-Hüttenstadt Pullman City im Harz.

In unserer Kritik schrieben wir: "Von den bedrohlichen Tremolo-Gitarren im Soundtrack bis zur Irisblende ganz am Ende: Dieser 'Tatort' ist ein formvollendeter Eastern." Wir gaben 9 von 10 Punkten. Was halten sie von dem Howdy-Krimi?

Und wie geht es in Weimar weiter? Andreas Pflüger hat vor Kurzem seinen Rückzug aus dem Drehbuchgeschäft bekanntgegeben und wird in Zukunft nur noch Romane schreiben - auch deshalb, weil er mit den Arbeitsbedingungen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen unzufrieden ist. Eine Folge nach einer Geschichte von Pflüger und Clausen ist allerdings schon abgedreht, und eine zweite befindet sich noch in Arbeit. Im Frühjahr 2019 wird verhandelt, ob, von Pflüger abgesehen, alle Beteiligten weitermachen. Wir bitten doch sehr darum.

cbu

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