ZDF Thea Dorn ist die Neue beim "Literarischen Quartett"

Nach dem Ausscheiden von Maxim Biller wird nun die Schriftstellerin Thea Dorn in der ZDF-Sendung über Bücher diskutieren. Moderationserfahrung im TV hat sie schon.

Thea Dorn
picture alliance / Erwin Elsner

Thea Dorn


Stühlerücken bei der Kultursendung "Das literarische Quartett" im ZDF: Nach dem Abgang von Maxim Biller wird nun Thea Dorn dort neue Romane vorstellen. Laut Mitteilung des Senders sagt sie über ihren Einsatz: "In Zeiten, in denen alles, was mehr als 140 Zeichen hat, schon für einen Roman gehalten wird, ist es mir Freud und Ehr, dem Leser wirkliche Romane ans Herz zu legen".

Die 46-jährige Autorin moderierte bereits mehrere Literatursendungen im SWR und eine Talkshow auf Arte. Sie schrieb zunächst blutige Krimis ("Die Hirnkönigin") mit teils drastischen Gewaltbeschreibungen, hat sich inzwischen jedoch von dem Genre emanzipiert. Ihr letzter Roman "Die Unglückseligen" erschien 2016 und beschäftigt sich mit dem Thema Unsterblichkeit. Dorn schrieb auch Essays, Theaterstücke und Drehbücher, unter anderem für den "Tatort". Einen Sachbuch-Bestseller landete sie 2011 mit "Deutsche Seele", die sie gemeinsam mit dem Schriftsteller Richard Wagner erkundete.

Das "Literarische Quartett" wurde ab 1988 durch die Literaturkritikstars Marcel Reich-Ranicki, Hellmuth Karasek und Sigrid Löffler zur Fernsehinstitution. Erst im Oktober 2015 war die Sendung mit der WDR-Moderatorin Christine Westermann und dem SPIEGEL-Autor Volker Weidermann als Gastgeber neu aufgelegt worden.

Thea Dorns erster Einsatz mit den beiden ist für den 3. März vorgesehen.

kae/dpa



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madcostelloartist 02.02.2017
1. Naja
Eine selbsternannte Literatur-Professorin mit wenig Substanz. Und überheblich obendrein. Die einzige Figur im Fernsehjournalismus, die wirklich Ahnung von Literatur besitzt, bleibt bislang weiterhin Denis Scheck.
irene_vaplus 02.02.2017
2. Hausschuh
Zitat von madcostelloartistEine selbsternannte Literatur-Professorin mit wenig Substanz. Und überheblich obendrein. Die einzige Figur im Fernsehjournalismus, die wirklich Ahnung von Literatur besitzt, bleibt bislang weiterhin Denis Scheck.
Der Wilsberg der TV-Kritik ist natürlich von legendärer Hausschuhhaftigkeit und daher palliativ bestens geeignet, die Audience am Screen zu sedieren. Was aber nichts macht. Denn mit Literatur haben solche TV-Promotions ja ohnehin nichts zu tun. Es ist eher eine öffentlich-rechtliche Subvention von konformen Verlagen. Eine Lautsprecherin halte ich in diesem Auftrag für mehr als opportun. Zumindest mehr als einen Hausschuh.
madcostelloartist 02.02.2017
3.
Zitat von irene_vaplusDer Wilsberg der TV-Kritik ist natürlich von legendärer Hausschuhhaftigkeit und daher palliativ bestens geeignet, die Audience am Screen zu sedieren. Was aber nichts macht. Denn mit Literatur haben solche TV-Promotions ja ohnehin nichts zu tun. Es ist eher eine öffentlich-rechtliche Subvention von konformen Verlagen. Eine Lautsprecherin halte ich in diesem Auftrag für mehr als opportun. Zumindest mehr als einen Hausschuh.
Äh, ja, genau. Danke?
madcostelloartist 03.02.2017
4. Unsere Steigbügelhalter der Literaturbranche
... in einer derart fragwürdigen Reihe sehe ich Denis Scheck nicht. Oder kaum. Immer wieder holt Scheck hinter seinem Rücken antiquarische und längst vergriffene Bücher hervor, kaum bekannte Sachen, als alternativer Tipp zu gerade aktuellen Bestsellern. Titel, die man nur noch über Internetseiten wie das Zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher erhalten kann. In solchen Momenten bewegt sich Scheck jenseits jeden Kommerz.
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