"Tatort"-Kommissar Nick Tschiller Til Schweiger will "Tatort" mit "ganz wenigen" Toten machen

Gerade hat er sich noch über den letzten Krimi mit Ulrich Tukur ausgelassen - nun verspricht Schauspieler Til Schweiger einen ruhigen Start ins neue Jahr. Seine nächste Episode sei ein "Neustart".

Schauspieler Til Schweiger ärgert sich über die Kritik an seinem Tatort - und dem Lob für den letzten mit Ulrich Tukur: "Wo steht denn das Regelwerk, was ein richtiger 'Tatort' ist."
Reiner Zensen/ imago images

Schauspieler Til Schweiger ärgert sich über die Kritik an seinem Tatort - und dem Lob für den letzten mit Ulrich Tukur: "Wo steht denn das Regelwerk, was ein richtiger 'Tatort' ist."


In dieser Woche sorgte Til Schweiger mit scharfer Kritik an der jüngsten Episode des Hessen-"Tatorts" mit Ulrich Tukur für Aufsehen: "Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!", schrieb er auf Facebook.

In dem Tukur-"Tatort" seien mehr Menschen erschossen worden - und zwar teilweise viel brutaler - als in all seinen "Tatorten" zusammen, sagte der Schauspieler nun. "Und bei meinen war dann immer der Tenor: Das ist gar kein richtiger 'Tatort'", sagte er.

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"Tatort" mit Ulrich Tukur: Rio Bravo in Hessen

Im Januar will Schweiger nun nach eigenen Worten mit "ganz wenigen" Toten das "Tatort"-Jahr beginnen. "Das ist ja unser Neustart. Dagegen war der jetzige 'Tatort' der Dritte Weltkrieg", sagte er.

Schweiger ärgerte sich über die Kritik an seinem letzten "Tatort" - in dem sich Kommissar Tschiller durch die Türkei ballerte: "Wo ist denn die Regel? Wo steht denn das Regelwerk, was ein richtiger 'Tatort' ist. Und beim Tukur-'Tatort' war es jetzt aus Sicht der Kritiker nicht nur legitim, es war großartig."

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Schweiger-"Tatort": "Hackfresse down"

Das Statement habe sich nicht gegen Tukur gerichtet, "den ich sehr schätze", betonte Schweiger. "Es ging um die Diskrepanz zwischen dem, was ich gesehen habe und diesen ganzen Kritiken. Das waren ja wirklich Hymnen."

In dem von Schweiger kritisierten "Tatort" wurde Felix Murot (Ulrich Tukur) mit einem alten Kollegen (Peter Kurth) auf einer Polizeiwache angegriffen. Wir schrieben dazu in unserer Kritik: "So aberwitzig dieser 'Tatort' mit Songs und Zitaten aufgeladen ist - er funktioniert doch weitgehend als klassische Western-Erzählung über verlorene Illusionen und verlorene Lieben, über unverheilte Narben und frisch zugefügte Wunden."

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Fotostrecke: Alle "Tatort"-Teams im Überblick

Zuletzt war Schweiger im Juli 2018 als suspendierter "Tatort"-Kommissar Nick Tschiller in der Folge "Off Duty" im Ersten zu sehen - zuerst wurde der Film im Kino ausgestrahlt. Da war er mit 280.000 Zuschauern eine Pleite. Sein nächster Einsatz ist für den 5. Januar geplant. Für den neuen "Tatort" drehte Schweiger im April auf der zu Hamburg gehörenden Insel Neuwerk im Wattenmeer vor Cuxhaven.

mfh/dpa



insgesamt 30 Beiträge
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Ekkehard Grube 26.10.2019
1. Mit den Til-Schweiger-Tatorten sollte man ...
… dasselbe machen, wie weiland mit den Schimanski-Tatorten: Aus der Reihe 'Tatort' herauslösen und als eigenes Format weiteführen. Wie "Schimmi", so hat auch Tschiller längst ein Eigenleben entwickelt und es verdient, ein selbstständiges Format zu sein.
karltill 26.10.2019
2. T. Schweiger und Schauspielkunst
Ich muß schon mal sagen, daß ich den letzten Tukur Tatort auch nicht ganz so toll fand. Aber das ist letztendlich Geschmackssache. Aber daß T. Schweiger sich erlaubt, andere Tatorte zu beurteilen, halte ich für sehr vermessen. Denn m. E. verfügt T. Schweiger nur über sehr begrenzte schauspielerische Fähigkeiten. Allerdings fand ich Manta Manta damals auch ganz witzig.
#besserwisser 26.10.2019
3. ... beleidigte Leberwurst!?
Das hört sich für mich doch sehr nach 'mimimi' an. Til Schweigers schauspielerische Fähigkeiten sind sicher unbestritten, aber leider auch beschränkt. Hat man einen gesehen, hat man alle gesehen ... Persönlich finde ich seine Art, in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erlangen, auf unangenehme Weise peinlich. Es ist wenig stilvoll Leistungen der Wettbewerber unter den Schauspieler-Kollegen öffentlich zu diskreditieren. Das 'Nuscheln' zur Kunstform erhoben zu haben hätte funktioniert, wenn er es auf eine Rolle beschränkt hätte. Damit hätte er eine Facette seiner Leistung zeigen können. Leider ist es bei dieser einen Facette geblieben. 'Tatort mit Til' muss ja nicht sein ...
taglöhner 26.10.2019
4.
Zitat von Ekkehard Grube… dasselbe machen, wie weiland mit den Schimanski-Tatorten: Aus der Reihe 'Tatort' herauslösen und als eigenes Format weiteführen. Wie "Schimmi", so hat auch Tschiller längst ein Eigenleben entwickelt und es verdient, ein selbstständiges Format zu sein.
Was Tschiller angeht, stimme ich zu. Der ganze Schimanski-Plot war für damals allerdings sehr originell. Und Götz George war ein richtiger Schauspieler. Insofern war er goldrichtig in dem Label, solange die Drehbücher gut waren. Apropopo: Erinnert noch jemand den Zollfahnder Kressin? Fand ich sehr cool. Tschiller ist für meinen Geschmack etwas bemühte"in Deutschland können wir das aber auch"-Serienware.
pefete 26.10.2019
5. Ein Tatort
Ohne Till Schweiger wäre schöner.
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