Intendanten-Konferenz Tom Buhrow wird ARD-Vorsitzender

Seit 2013 ist er Intendant des WDR. Nun wird Tom Buhrow nächster ARD-Vorsitzender - und damit oberster Repräsentant des Senderverbunds. Er wird vor allem den digitalen Wandel vorantreiben müssen.
Tom Buhrow folgt auf Ulrich Wilhelm

Tom Buhrow folgt auf Ulrich Wilhelm

Foto: Henning Kaiser/ picture alliance / Henning Kaise

Der WDR-Intendant Tom Buhrow (60) wird nächster ARD-Vorsitzender. Zum Jahreswechsel übernimmt er das Amt von Ulrich Wilhelm. Das hat die ARD-Hauptversammlung beschlossen, wie der öffentlich-rechtliche Senderverbund am Mittwoch mitteilte. Die ARD-Intendanten trafen sich am Montag und Dienstag in Stuttgart.

Die Landesrundfunkanstalten wechseln sich in der Regel alle zwei Jahre im Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft ab. Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, ist seit Anfang 2018 ARD-Vorsitzender. Vor Wilhelm hatte MDR-Intendantin Karola Wille als oberste Repräsentantin des ARD-Senderverbunds fungiert. Der WDR hatte zuletzt 2011/2012 den ARD-Vorsitz inne.

Buhrow wurde 2013 zum Intendanten des WDR gewählt. Der ehemalige "Tagesthemen"-Moderator folgte auf Monika Piel.

Eine der Hauptaufgaben von Buhrow als ARD-Vorsitzender wird es sein, den digitalen Wandel voranzutreiben. Sein Vorgänger Wilhelm hatte dazu immer wieder Vorschläge gemacht, zum Beispiel regte er die Gründung einer europäischen Mega-Mediathek an, um mit den großen internationalen Streaming- und Social-Media-Plattformen mithalten zu können.

Auf der Pressekonferenz zur Intendanten-Tagung erklärte Wilhelm, dass in Zukunft alle Redaktionen des ARD-Verbunds digitale Inhalte zu produzieren hätten. Konkrete Beschlüsse konnte er allerdings noch nicht verkünden. Wilhelm versprach, dass im November, kurz vor dem Ende seiner Zeit als ARD-Vorsitzender, wichtige Entscheidungen zum Umbau des Senderverbunds bekannt gegeben werden sollen.

evh/cbu/dpa
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