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"Wetten, Dass..?": Tom Hanks über deutsches "Hochqualitätsfernsehen"

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Tom Hanks über "Wetten, dass..?" "Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist"

Qual, geh vorbei! Nach einem anstrengenden Abend bei "Wetten, dass..?" zog Hollywood-Star Tom Hanks eine schonungslose Bilanz: In den USA wäre der Verantwortliche dieser Sendung gefeuert worden.

Hamburg/Berlin - Halle Berry hatte ein eingefrorenes Lächeln im Gesicht, Tom Hanks schaute irritiert in die Runde. Zu gerne hätte man am Samstag vor dem Fernseher gewusst, was die beiden US-Stars über die sonderbaren Spiele dachten, die bei "Wetten, dass..?" um sie herum aufgeführt wurden.

Jetzt weiß man es. Am Sonntag nach der Show hat Hanks über die Veranstaltung gelästert. Der Schauspieler empfand "Wetten, dass..?" offenbar als sehr langwierig. Bislang dachte Hanks, das Rennen zwischen Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney ziehe sich hin. Doch nach "Wetten, dass..?" änderte der Schauspieler seine Meinung. Dem RBB-Sender 88,8 sagte er, noch nie habe er sich gewünscht, dass etwas schneller vorbei gehe als der US-Wahlkampf.

"Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist", beschrieb er eine Szene, in der er eine Katzenmütze auf seinem Kopf trug und zugeguckt habe, "wie der Moderator in einem Sack um mich herum hüpft".

Auch gegenüber der "Bild"-Zeitung gab sich Hanks schonungslos. Knapp drei Stunden lang habe er sich gewünscht, jemand würde ihn aus der Sendung herausholen. "Ich weiß gar nicht genau, was wir da gemacht haben", zitiert die Zeitung Hanks.

Kollegin Berry war ebenfalls wenig begeistert von dem Pflichttermin auf der "Wetten, dass..?"-Couch. Sie habe gar nicht mitbekommen, worum es gehe, sagte sie "Bild". "Ich war komplett 'Lost in Translation'. Mein Ohrstecker war plötzlich weg."

Eigentlich gilt Hanks, der mit Berry nach Deutschland gekommen ist, um ihren gemeinsamen Film "Cloud Atlas" zu promoten, als einer der umgänglichsten Stars Hollywoods. Am Tag nach seinem Abenteuer in der deutschen Unterhaltungsprovinz konnte er allerdings nicht mehr an sich halten: Wenn in den USA einer eine Fernsehshow über vier Stunden laufen ließe, so Hanks' schonungslose Bilanz, würde der Verantwortliche am nächsten Tag gefeuert.

cbu/aar/dpa
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