"Unsere Mütter, unsere Väter" Über sieben Millionen sahen ZDF-Weltkriegsepos 

Das ZDF ging aufs Ganze: Ausgerechnet auf dem "Herzkino"-Sendeplatz am Sonntag zeigte es sein hochkomplexes Kriegsdrama "Unsere Mütter, unsere Väter" - und zog damit 7,22 Millionen Zuschauer an. Der "Tatort" blieb mit 8,73 Millionen trotzdem Spitzenreiter.

ZDF

Hamburg - Es war ein gewagtes Experiment: Würde das schonungslose Weltkriegsepos "Unserer Mütter, unsere Väter" auf dem Sonntagsendeplatz, wo sonst unter dem Motto "Herzkino" TV-Rührstücke laufen, ein großes Publikum bekommen? Der Versuch ging auf: Insgesamt 7,22 Millionen Menschen schalteten ein, um die Geschichte um fünf junge Leute und ihren Überlebenskampf während des Zweiten Weltkriegs anzuschauen (Marktanteil: 20,1 Prozent).

Besonders erfreulich für das ZDF: Gut zwei Millionen Zuschauer (Marktanteil: 14,5 Prozent) waren unter 50 Jahre alt - für das oft als Kukidentsender geschmähte Zweite ein extrem erfreulicher Wert. So gesehen hat sich der vielgelobte Dreiteiler mit seinen 14 Millionen Euro Produktionskosten nicht nur imagemäßig, sondern auch in Publikumszahlen für das ZDF gerechnet.

Der ARD-Sonntagsdauerbrenner "Tatort" konnte trotzdem nicht geschlagen werden. Die Leipziger Episode "Schwarzer Afghane" mit einem besonders agilen Martin Wuttke schalteten 8,73 Millionen Zuschauer ein (Marktanteil: 24,3 Prozent).

Bemerkenswert ist das Publikumsverhalten nach Ende des Krimis und des Weltkriegsdreiteilers: Während im ZDF satte sechs Millionen Menschen (Marktanteil: 20,1 Prozent) vor dem Fernsehapparat ausharrten, um eine Begleitdokumentation zu sehen, sprang in der ARD fast die Hälfte der Zuschauer ab: Nur 4,5 Millionen (Marktanteil: 15,7 Prozent) ließen das Fernsehgerät für den Talk von Günther Jauch angeschaltet.



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"Unsere Mütter, unsere Väter", Montag (Teil 2) und Mittwoch (Teil 3), jeweils 20.15 Uhr, ZDF

cbu



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