Schauspieler Sascha Hehn "Das 'Traumschiff' war Fließbandarbeit"

Der Kapitän verlässt sein "Traumschiff". In einem Interview beschreibt Sascha Hehn die Produktion der ZDF-Serie als lieblose Routine, nach dem Motto "Der Zuschauer merkt das ja sowieso nicht".

Der "Traumschiff"-Kapitän und sein Nachfolger: Sascha Hehn und Florian Silbereisen
Dirk Bartling/ ZDF/ DPA

Der "Traumschiff"-Kapitän und sein Nachfolger: Sascha Hehn und Florian Silbereisen


Sascha Hehn ist "Traumschiff"-Urgestein. In den Achtzigerjahren schon spielte er 15 Folgen den Chefsteward Victor. Knapp 30 Jahre später kehrte er dann als Kapitän zum ZDF-Kreuzfahrtschiff zurück, vergangenes Jahr gab er seinen Abschied bekannt.

Nun blickt er mit hartem Urteil auf die sechs Jahre als Kapitän zurück: Diese Zeit sei nur "teilweise" schön gewesen, erzählt er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Die Serie sei lieblos produziert worden, alte Plots seien aufgewärmt und neu serviert worden, es sei "Fließbandarbeit" gewesen.

"Zuletzt war es so, dass einfach alte Geschichten wiederholt wurden. Nach dem Motto: Der Zuschauer merkt das ja sowieso nicht. Und die Regie war verdammt, Fließbandarbeit abzufotografieren", sagte der Schauspieler kurz vor seinem 65. Geburtstag.

"Klar, die Bücher waren früher auch nicht immer der Hit, aber es waren damals sehr gute, namhafte Schauspieler dabei, die aus ihren Rollen was gemacht haben", sagte Hehn. "Zum Schluss wurden auch die dramaturgischen Fehler unerträglich." Er habe deshalb seine Rolle als Kapitän an Bedingungen geknüpft, die das ZDF jedoch nicht habe erfüllen wollen.

In Zukunft wird Florian Silbereisen als Kapitän Max Parger das Kommando auf dem ZDF-Schiff führen, die Dreharbeiten haben bereits begonnen.



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