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"Twin Peaks": Kultserie feiert Comeback

Foto: AP/CBS/Paramount

TV-Kultserie David Lynch dreht doch "Twin Peaks"-Fortsetzung

Ob ihn eine Petition der Schauspieler zum Umdenken gebracht hat? Der US-Regisseur David Lynch hat verkündet, nun doch bei neuen Folgen von "Twin Peaks" Regie zu führen. Die Serie gilt als Wegbereiter moderner Erzählformen im Fernsehen.

"Die Gerüchte sind nicht das, was sie scheinen", verkündete David Lynch auf Twitter, und das klingt wie ein Satz aus der Serie, um die es hier geht: Der US-amerikanische Regisseur kündigte an, nun doch höchstpersönlich die Fortsetzung der Kultserie "Twin Peaks" drehen zu wollen. "Es wird wieder passieren", hieß es in dem Tweet.

Die dritte Staffel soll 2016 auf dem Kabelsender "Showtime" ausgestrahlt werden. "David (Lynch) wird bei allen Folgen Regie führen, und es wird länger werden als die ursprünglich angekündigten neun Stunden. Die Vorproduktion beginnt jetzt", sagte David Nevins, Chef des Senders, laut der Webseite "tvline.com". Lynch hatte im April wegen Budgetstreitigkeiten eigentlich schon abgesagt, nun scheinen beide Seiten einen Kompromiss gefunden zu haben.

Gemeinsam mit dem Produzenten Mark Frost, der nun ebenfalls wieder mit dabei ist, hatte Lynch die Serie Anfang der Neunzigerjahre entwickelt. Sie war eine Mischung aus Mystery, Krimi und Seifenoper und gilt als Vorreiter eines neuen seriellen Erzählens.

Für viele Fans war eine Fortsetzung ohne Lynch, der die Serie durch seinen eigenen Stil zwischen Unheimlichkeit und Unterhaltung maßgeblich prägte, undenkbar: Auf der Facebook-Seite von "Showtime" sammelten sich unter aktuellen Programmankündigen des Senders unter dem Hashtag "NoLynchNoPeaks" fast ausschließlich Kommentare entrüsteter "Twin Peaks"-Fans, Drohungen zur Abo-Kündigung bei dem Kabelsender inklusive.

Dann veröffentlichten sogar Stars der Serie ein Video, in dem sie Lynch baten, doch wieder einzusteigen. Mit persönlichen Statements, die von Momenten oder Charakteren in "Twin Peaks" inspiriert waren, genau wie jetzt der Tweet des Regisseurs. Vielleicht waren zuletzt sie es und nicht die Sender-Verantwortlichen, die ihn umstimmten.

sto
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