Analoges TV Warnstreik beim WDR – das Erste muss im Liveprogramm Konserve zeigen

In dieser Woche wurde bereits beim SWR gestreikt, nun legen Mitarbeitende auch beim WDR die Arbeit nieder. Mit Folgen fürs Programm.
Beim WDR wird gestreikt – mit Programmauswirkungen

Beim WDR wird gestreikt – mit Programmauswirkungen

Foto: imago images

Die Zuschauenden der Vormittagssendung »Live nach Neun« im Ersten haben am Freitag keine Live-Folge, sondern eine »Best of«-Version gesehen. Der Grund ist ein Warnstreik von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in den laufenden Tarifverhandlungen, wie der öffentlich-rechtliche Sender am Freitag in Köln bestätigte.

In der Sendung am Freitag wurde auch der Hinweis »Best of« eingeblendet. Das Format wird in Köln beim WDR produziert.

Streik bis in die Nacht

Gewerkschafter wie Ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hatten zu dem Streik aufgerufen. Die Verbände forderten eine Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen sowie der Honorare. Der Streik solle bis in die Nacht fortgesetzt werden, hieß es. Der WDR habe bisher ein unzureichendes Angebot vorgelegt. Erst vor Tagen hatte es auch einen Warnstreik beim Südwestrundfunk (SWR) in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit Auswirkungen auf das Programm gegeben.

evh/dpa
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