Warnstreik beim WDR Plötzlich saßen die "Moma"-Moderatoren im Dunkeln

Erst Anfang Juli hatten Zuschauer des ARD-"Morgenmagazins" eine Stunde lang eine aufgezeichnete Wiederholung zu sehen bekommen. Nun hatte die Live-Sendung wieder eine Sendepause: In Köln wurde gestreikt.

Anna Planken und Sven Lorig: Das Moderatorenteam nahm es gelassen
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Anna Planken und Sven Lorig: Das Moderatorenteam nahm es gelassen


Als "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer nach den 8.30-Uhr-Nachrichten ins WDR-Studio nach Köln schaltete, saß das "Morgenmagazin"-Moderatorenteam Anna Planken und Sven Lorig plötzlich im Dunkeln. "Sie dürfen sich nicht wundern, aber in Köln wird wieder gestreikt", klärte Lorig die Zuschauer auf. Und Planken fügte hinzu: "Und deswegen zeigen wir Ihnen jetzt eine aufgezeichnete halbe Stunde."

Die Gewerkschaft Ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) hatten zu dem Warnstreik beim WDR aufgerufen. Damit wollen die Gewerkschaften vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Freitag Druck machen: "Der WDR hat sich auch nach der dritten Runde nicht bewegt", sagte DJV-Vertreter Volkmar Kah der dpa.

Die Gewerkschaften wollen unter anderem, dass sich die Tarifsteigerungen beim WDR weiter am öffentlichen Dienst orientieren. "Um einen erfolgreichen Abschluss zu erzielen, müssen sich beide Seiten aufeinander zu bewegen", sagte WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau. "Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in NRW gerecht wird."

Laut dem Streikaufruf der Gewerkschaften gilt der Warnstreik bis Mittwoch um ein Uhr morgens. Die Auswirkungen würden sich im Laufe des Tages durch Ausfälle in verschiedenen Sendungen des WDR bemerkbar machen, sagte ein Ver.di-Sprecher.

Bereits im Juli hatte es einen Warnstreik beim WDR gegeben. Dabei waren Ver.di-Mitglieder am Morgen ins Studio des ARD-"Morgenmagazins" marschiert, die Live-Sendung wurde eine Stunde lang ausgesetzt und ebenfalls eine Wiederholung gesendet.

brs/dpa



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