Wahlabend im Ersten MDR-Chefredakteur entschuldigt sich für Wortwahl der Moderatorin

Nach der Kritik an einer Formulierung der MDR-Moderatorin Wiebke Binder hat sich Chefredakteur Torsten Peuker entschuldigt, nimmt sie aber auch in Schutz. Der MDR werde sie auch weiterhin einsetzen.
"Erheblicher Stress": Der MDR-Chefredakteur entschuldigt sich für die Moderatorin Wiebke Binder

"Erheblicher Stress": Der MDR-Chefredakteur entschuldigt sich für die Moderatorin Wiebke Binder

Foto: CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX

"Eine Wahlsendung ist eine Live-Sendung, da ist ein Versprecher, eine Verwechslung, eine Unschärfe in einer Formulierung auch mal möglich. Hier handelte es sich klar um einen Versprecher, für den wir uns entschuldigen." Das sagte MDR-Chefredakteur  Torsten Peuker in einem an verschiedene Medien übermittelten Statement zur Kritik an der Wortwahl von Moderatorin Wiebke Binder am Wahlabend in der ARD.

Binder hatte eine mögliche Koalition zwischen CDU und AfD "bürgerlich" genannt. Marco Wanderwitz von der sächsischen CDU, den sie gerade interviewte, sagte daraufhin: "Eine Koalition mit der AfD wäre keine bürgerliche Koalition."

Peuker nahm Binder nach seiner Entschuldigung auch gegen Vorwürfe in Schutz: "Jede Moderatorin, jeder Moderator, alle Reporterinnen und Reporter sowie alle Sendungsverantwortlichen stehen bei einer solchen Doppelwahl, mit ständig neuen Ergebnissen, wechselnden Runden, Köpfen und Konstellationen unter erheblichem Stress."

Binder werde auch künftig für den MDR moderieren: "Es ist ein anspruchsvoller Job unter schwierigen Bedingungen und Wiebke Binder ist und bleibt eine wichtige Moderatorin unserer politischen Formate." Ihr nächster Einsatz sei bereits für Montagabend geplant, wenn Binder durch den ARD-"Brennpunkt" aus Leipzig führen werde.

kae