"You Are Wanted" und "Charité" Deutsche Serien werden verlängert

Nachschub für Serienfans: Die ARD wird eine zweite Staffel "Charité" produzieren. Und auch Amazon will mehr von Matthias Schweighöfers Serie "You Are Wanted" zeigen.

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Auf Matthias Schweighöfer und Sönke Wortmann kommt in Zukunft wohl mehr Arbeit zu. Das sollte sie jedoch nicht stören, ihre Serien "You Are Wanted" und "Charité" werden jeweils um eine Staffel verlängert.

Schweighöfer wird dabei das höhere Pensum bekommen. Bei "You Are Wanted", der ersten deutschen Serie von Amazon, spielt er nicht nur die Hauptrolle, er fungiert auch als Regisseur und Produzent. Der Streamingdienst teilte mit, er habe bereits kurz nach dem Start der Serie eine weitere Staffel in Auftrag gegeben. Über den Umfang gab es keine Angaben, als Grund wurde jedoch der hohe Zuspruch am Startwochenende genannt.

Als Beleg für die positive Resonanz führte Amazon begrenzt aussagekräftige Daten auf: "You Are Wanted" habe in 70 Ländern zu den fünf meistgesehenen Serien von Amazon gehört, darunter Kanada, Mexiko, Brasilien, Frankreich, Italien und Spanien. In Deutschland habe die Produktion den stärksten Start einer Serie in der Amazon-Geschichte hingelegt, hieß es weiter.

Ob Schweighöfer damit seinen eigenen Ansprüchen genügt hat? "Ich möchte mit 'You Are Wanted' bei den Streamern in einer Linie mit 'House of Cards' oder 'Transparent' stehen", hatte er vor dem Start im Interview mit dem "Tagesspiegel" gesagt. Zumindest in den US-amerikanischen Medien wurde die Serie jedoch weitestgehend ignoriert. Angaben zu den Abrufen in Nordamerika gab es von Amazon nicht.

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Auch die ARD schickt die historische Krankenhausserie "Charité" in die Verlängerung. "An den Drehbüchern zur zweiten Staffel 'Charité' wird bereits gearbeitet", sagte Programmdirektor Volker Herres. "Die Fortsetzung wird in der Zeit des Nationalsozialismus spielen, es wird also auch um Aufarbeitung der Medizinverbrechen der Nazis gehen." Damals arbeitete der Chirurg Ferdinand Sauerbruch an dem renommierten Berliner Krankenhaus.

Die Serie, bei der Sönke Wortmann ("Das Wunder für Bern") Regie führt, ist ebenfalls mit großem Erfolg gestartet. Die ersten beiden Folgen sahen durchschnittlich 8,32 Millionen Zuschauer (25,9 Prozent Marktanteil). Die weiteren vier Folgen der ersten Staffel sind bis zum 18. April jeweils dienstags um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.

gia/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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rainerwäscher 22.03.2017
1. Hoppla
'You Are Wanted' in einer Linie mit 'House of Cards' Wie nennt man das? Größenwahn?
spon_3139848 22.03.2017
2.
Warum müsssen die Titel eigentlich überwiegend in Englisch sein? Vermutlich, weil man sonst bemerken würde, wie bescheuert der Serientitel eigentlich ist?
Ketterich 22.03.2017
3. I don´t want this
'You Are Wanted' würde mich nicht reizen, da ich es vom Titel her für eine US-Soap für Dummbatzen halte. "Charité" ist dramaturgisch ganz schlecht gemacht. Zu viele Handlungsstränge, um eine Geschichte nachvollziehbar zu erzählen. In teilweise gefummelter Art, die die Geschehnissen der damaligen Zeit modisch-kokett entstellen*. Ein Drehbuch, das nicht aus der Zeit erzählt, sondern mit dem moralisierenden Zeigefinger des heutigen Bessermenschens aufwartet. Ein Impetus, der die deutsche Filmkunst zerstörte. Wie man Geschichten aus der Geschichte erzählt, zeigten Lothar-Günther Buchheim und Wolfgang Petersen mit "Das Boot". Jetzt wollen die TV-Macher sogar den Ferdinand Sauerbruch zum Nazi machen, um ihre eigenen Vorurteile über diese Zeit zu verbreiten. *Lächerlich, aus Robert Koch und seiner siebzehnjährige Geliebten Hedwig Freiberg einen Prof. Unrat und eine Lola, plagiiert aus dem "Blauen Engel" zu machen.
thelix 22.03.2017
4.
Zitat von rainerwäscher'You Are Wanted' in einer Linie mit 'House of Cards' Wie nennt man das? Größenwahn?
Japp. :) Ich muss gestehen, bei der Allgegenwärtigkeit von Herrn Schweighöfer geht der Satz "Angaben zu den Abrufen in Nordamerika gab es von Amazon nicht" bei mir runter wie Öl. Das liegt nicht daran, daß ich Herrn Schweighöfer (und den Till und all die anderen DE-Nasen) oder deren Arbeiten unsympathisch oder schlecht finde, sondern einfach nur daran, daß die mal einfach ein bisschen weniger Selbstbeweihräucherung betreiben und den Ball insgesamt ein wenig flacher halten sollten. Also nicht so tun sollten, als würden sie mit simplen Ripoffs das Rad neu erfinden!
Siggi_Paschulke 22.03.2017
5.
You are wanted kann man als Abschlussarbeit eines Filmstudenten durchgehen lassen, allein das Spiel einiger Nebenfiguren (aber eigentlich nur Alexandra Maria Lara) rettet ein wenig. Viele lose Enden, hingeworfene Fakten, unlogische Verhaltensweisen.
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