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Beutekunst Überraschende Gabe aus Kiew

aus DER SPIEGEL 14/1995

Ein Selbstporträt des deutschen Malers Hans von Marees (1837 bis 1887) ist als erstes bedeutendes Werk aus ukrainischen Beutekunstbeständen nach Deutschland zurückgekehrt. Das auf 800 000 Mark taxierte Ölgemälde wurde in der vergangenen Woche an seine ehemalige Heimstatt, die Bremer Kunsthalle, übergeben. Im Zweiten Weltkrieg war das Marees-Bild mit anderen Beständen der Kunsthalle ins brandenburgische Schloß Karnzow ausgelagert worden. Von dort schaffte es ein sowjetischer Soldat nach Kiew. Das 42 x 35 Zentimeter große Bild blieb mehrere Jahrzehnte lang in Familienbesitz. Der Sohn des Soldaten, der auch gegenüber den ukrainischen Behörden seine Anonymität wahren will, wandte sich schließlich vor anderthalb Jahren überraschend an Bremen, um die unentgeltliche Rückgabe des Gemäldes anzubieten.

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