Zur Ausgabe
Artikel 40 / 130

Aktionen Utopie im Loch

aus DER SPIEGEL 32/1996

Berlins Potsdamer Platz ist die größte innerstädtische Baustelle Europas und für Gerhard Merz gerade groß genug. Am vergangenen Freitag hat der Objektkünstler an zehn Kränen eine Lichtskulptur installiert, mit der er die »Aufbruchstimmung in die Moderne« einleuchten will. 2200 Feuchtraum-Leuchtstoffröhren hängen nun von den Kränen herab. 14 Tage lang können die Besucher der sogenannten Info-Box am Potsdamer Platz das Kunst-Licht bestaunen - und das von 8 bis 24 Uhr. Die Idee dazu hatte der 49jährige, als er bei einem Besuch auf dem Riesenbauloch in Berlins Mitte »so etwas wie eine Utopie« erspürte. Merz hat die Berliner zuletzt vor einem Jahr mit seinem Entwurf für die Neugestaltung des Berliner Lustgartens beschäftigt, der den Platz mit Glasplatten zur Straße hin abriegelte und schnell als »Bushaltestelle« verspottet wurde.

Zur Ausgabe
Artikel 40 / 130
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.