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Verlage: Abbau bei Taschenbüchern

aus DER SPIEGEL 16/1975

Es wird weiter »verschlankt": S. Fischer läßt seine Taschenbuch-Reihen »Arbeiterbewegung -- Theorie und Geschichte« und »Texte zur politischen Theorie und Praxis« bis April 1976 auslaufen; Suhrkamp gibt 186 Titel seiner inzwischen auf fast 800 Titel angeschwollenen »edition suhrkamp« zum Verramschen frei. Gründe: Die Lager der Buchhändler und Grossisten können den Taschenbücher-Ausstoß nicht mehr verkraften, zu viele Verlage haben im letzten Jahrzehnt zu unbedenklich expandiert; Sortimenter und Großhändler sind immer weniger bereit, Taschenbuch-Reihen komplett, also einschließlich der schlechtgängigen Titel, zu abonnieren und zu lagern. Zu den neuerdings sehr schlecht verkäuflichen Büchern gehören viele politisch linke und manche einfach überholten Titel, bei Suhrkamp etwa: »Das politische Mandat der Studentenschaft« und »Theologie der Revolution«. Aber 60 Prozent seiner Ramschliste, sagt Suhrkamp-Lektor Günther Busch, ist Belletristik: vor allem ausländische Lyrik.

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