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Verlagsprogramme

aus DER SPIEGEL 30/1972

Im Jahre 3 nach Neill, nach Rowohlts Bestseller-Erfolg mit der »Antiautoritären Erziehung«, ist das Thema Reformpädagogik immer noch ein Hauptthema für die deutsche Buchproduktion. Von den Fachverlagen und speziellen wissenschaftlichen Reihen ganz abgesehen -- auch in den Herbstprogrammen der Gemischtverlage ist Erziehung wieder »in«. Piper bietet eine »Orientierungshilfe für Eltern« von Wolfgang Schmidbauer. »Erziehung ohne Angst«, sowie eine Schrift zur »Theorie und Entwicklung des Kinderspiels« von Andreas Flitner: »Spielen -- lernen«. Hoffmann und Campe importiert ein Buch des Amerikaners Thomas Gordon. das zur »Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind« helfen soll: »Familienkonferenz«. Bei Berteismono veröffentlicht Gisela Stelly einen kritischen Report über die »Erziehungsszene« in der Bundesrepublik: »Die Dummen und die Klugen. Kinder und was man aus ihnen machen kann«. Die Deutsche Verlags-Anstalt bringt ein »Elternbuch« der Bestseller-Autoren Kirst/Diekmeyer ("Creativitäts-Training") und ein »Spielbuch« von Ott/Leitzinger: »Ihr creatives Kind«; Econ einen Band über »Abenteuerspielplätze«. Und Kösel kündigt ein potentielles Standardwerk an -- ein vom Heidelberger Professor Müller-Küppers ediertes Nachsehlagewerk zum Titel-Thema: »Modern erziehen«. Ein Erzieher. übrigens, erhält (postum) in diesem Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels: der in einem deutschen KZ ermordete polnische Reformpädagoge Janusz Korczak.

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