»Machtmissbrauch und Übergriffe« Vorwürfe gegen Intendanten der Volksbühne

Mehrere Frauen an der Berliner Volksbühne haben laut der »taz« Beschwerde gegen den Intendanten Klaus Dörr eingereicht. Es geht unter anderem um intime Berührungen und unangemessene Nachrichten.
Die Volksbühne in Berlin-Mitte

Die Volksbühne in Berlin-Mitte

Foto: Jens Kalaene/ picture alliance / dpa

Schwere Anschuldigungen gegen Klaus Dörr: Mehrere Mitarbeiterinnen der Berliner Volksbühne werfen deren Intendanten Machtmissbrauch und übergriffiges Verhalten vor, wie die »taz« berichtet . Zehn Frauen hätten bei Themis, der Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt, eine Beschwerde eingereicht.

Themis reichte die Beschwerde demnach im Januar 2021 weiter an die Berliner Senatsverwaltung für Kultur, den Arbeitgeber von Klaus Dörr. Laut der »taz« geht es in dem Brief unter anderem um die Vorwürfe von enger, intimer körperlicher Nähe und Berührungen sowie um erotisierende Bemerkungen und unangemessene SMS.

Die Zeitung habe mit ehemaligen Mit­ar­bei­te­r*in­nen von Klaus Dörr gesprochen, und diese würden das Bild bestätigen, das in der Beschwerde bei Themis gezeichnet wird. Dörr selbst äußerte auf »taz«-Anfrage, er werde »in keiner Weise auf die halt- und substanzlosen Anschuldigungen eingehen«. Er habe einen Anwalt eingeschaltet.

Andrea Koschwitz, die unter Klaus Dörr Chefdramaturgin am Maxim-Gorki-Theater in Berlin war, sagt der Zeitung, sie habe die Senatsverwaltung über Dörrs Umgang mit Frauen informiert, bevor der zum Intendanten der Volksbühne berufen wurde.

Am 2. März 2021 soll Klaus Dörr wegen der Beschwerde der zehn Frauen eine Anhörung bei der Senatsverwaltung für Kultur gehabt haben. Eine Mail von Themis, die das bestätigt, liege der »taz« vor.

svs
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