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Wahlerinitiative Film

aus DER SPIEGEL 42/1972

Einen nackten Busen läßt er gegen Kasse gern auf den Titel, für einen Wahlaufruf der »Wählerinitiative Film«, in der unter anderen Romy Schneider, Hans Clarin, Claus Biederstaedt und Inge Meysel Willy Brandts SPD favorisieren, war dem Verleger Horst Axtmann das einzige Filmfachblatt der Bundesrepublik zu schade: Statt in seinem »Film-Echo/Filmwoche« den Appell als Anzeige zu drucken, ließ Axtmann, dessen Wirtschaftszeitung auch dem »Hauptverband Deutscher Filmtheater« (HDF) als Mitteilungsblatt dient, durch den HDF-Syndikus Hans Joachim Loppin absagen. Vorwand: Der Verband habe wirtschaftlich und kulturpolitisch Kontakte zu allen Fraktionen des Bundestages zu pflegen und wünsche daher auch in seinem Verbandsblatt »parteipolitisch neutral« zu bleiben. Die »Wählerinitiative Film« will sich nun außerhalb des Axtmann-Monopols »auf Organe konzentrieren, die unabhängig von Überlegungen potentiell opportunistischer Art sind.

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