Initiative »Wetterberichtigung« Tief »Ahmet« bringt Schnee – und mehr Diversität

Tief- und Hochdruckgebiete tragen fast immer Namen wie Alexander oder Lisa, doch jetzt kommt »Ahmet«: Eine Initiative setzt neue deutsche Namen auf die Wetterkarte, um die Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar zu machen.
Wetterbericht vom 5. Januar 2021

Wetterbericht vom 5. Januar 2021

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Neue deutsche Medienmacher / obs

»Ahmet«, »Goran« oder »Chana«: In den ersten Wochen des Jahres 2021 werden häufig Namen mit Migrationshintergrund auf der Wetterkarte stehen. Mit der Kampagne »Wetterberichtigung«  will das Netzwerk »Neue deutsche Medienmacher*innen« (NdM) Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen. Dazu hat der Zusammenschluss 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft  – was zur Vergabe des Namens berechtigt.

»Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt«, erklärte NdM-Vorsitzende Ferda Ataman. »Wichtig ist, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird, überall.« Die Organisation setzt sich für Vielfalt im Medienbereich ein und fordert gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz und Österreich, dass bei jedem Thema und jeder Sendung auch nicht weiße Menschen gezeigt werden.

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Die Organisation schlägt auch eine Quote für Journalisten und Journalistinnen aus Einwandererfamilien von 30 Prozent bis 2030 vor. Den Angaben zufolge liegt der Anteil von Medienschaffenden mit Migrationshintergrund in Deutschland bei schätzungsweise fünf bis zehn Prozent. In der Bevölkerung insgesamt hat hingegen jeder Vierte einen Migrationshintergrund, wurde also entweder selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren oder hat mindestens ein Elternteil, bei dem das der Fall ist.

sak/dpa
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