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Kino in Kürze »What Time Is It There?«

aus DER SPIEGEL 25/2003

Der taiwanische Eigenbrötler Tsai Ming-Liang hat im Lauf von zehn Jahren fünf Spielfilme gedreht, in denen dieselben drei Darsteller, keine wirklichen Profis, als Vater, Mutter und Sohn sich unter ähnlich armseligen Bedingungen durch ein ähnlich ereignisarmes Dasein schlagen. Und doch strahlt der spröde Schwarzweiß-Minimalismus dieser Werke eine Magie aus, die Tsai in Venedig, Cannes oder Berlin immer wieder Festivalpreise einbringt und zunehmend auch westliche Liebhaber eines meditativen Kinos in Trance versetzt. Diesmal stellt ein junger Uhrenhändler in Taipeh die Uhren auf Pariser Zeit, um sich einer Frau, die dorthin gereist ist, nah zu fühlen - leicht und, für seine Verhältnisse, geradezu spielerisch setzt Tsai die Regeln des filmischen Raum-Zeit-Kontinuums außer Kraft.

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