Zur Ausgabe
Artikel 82 / 104
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Wiederkehr eines Foto-Klassikers

aus DER SPIEGEL 42/1992

Albert Renger-Patzsch (1897 bis 1966) ist als Klassiker der Neuen Sachlichkeit in die Geschichte der Fotografie eingegangen. Vor allem die Sammlung von 100 Schwarzweißaufnahmen, die der fotografierende Autodidakt erstmals 1928 in München veröffentlichte, hat Epoche gemacht - trotz des irreführenden, kitschig anmutenden Titels »Die Welt ist schön«, auf dem der Kurt-Wolff-Verlag seinerzeit aus kommerziellem Kalkül bestand. Nach dem Wunsch von Renger-Patzsch hätte sein Buch schlicht »Die Dinge« heißen sollen, denn genau darum geht es ihm: um das konkrete Material, um den Werkstoff, um Dinge also, die bis dahin als eines Künstlers unwürdig gegolten hatten. Sein Blick erfaßt die Details der Gegenstände ebenso scharf wie deren Strukturen. Nun liegt die berühmte Sammlung, mit der sich die Fotografie innerhalb der Neuen Sachlichkeit aus den Fesseln der Malerei befreite, in einem Taschenbuch-Reprint vor (Albert Renger-Patzsch: »Die Welt ist schön«. Harenberg-Edition; 24,80 Mark).

Zur Ausgabe
Artikel 82 / 104
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.