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Wilder Clown Zimmerschied

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aus DER SPIEGEL 46/1986

Der gutmütige Jakob arbeitet als Chauffeur bei einem Baulöwen und Nachtklub-Besitzer. Der spekuliert mit krummen Methoden auf das Haus von Jakobs alter Tante, die in einer Nervenklinik eingesperrt ist. Jakob befreit seine Tante, klaut den Ami-Schlitten seines Chefs samt dessen Geliebter und verbarrikadiert sich hinter den zerschossenen Mauern eines oberpfälzischen Truppenübungsplatzes. Dort versucht er noch ein letztes Mal Liebe und Anarchie zu verwirklichen. In »Der wilde Clown«, dem widerborstigen Film des Oberpfälzers Josef Rödl, beeindruckt vor allem Passaus böser Bube, der Kabarettist Sigi Zimmerschied in der Titelrolle. Wenn er mit rasiertem Schädel durch die triste Kraterlandschaft des Schießplatzes streift, Tantchen und seine Geliebte Janis (Sunnyi Melles) verteidigend, dann ist er so ganz der Rambo für die Latzhose.

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